So heute mal etwas Kultur !
Auf Lantau Island, einer kleinen Insel bei Hong Kong neben der künstlichen Flughafeninsel, ist sowas wie ein Naherholungsgebiet, dort steht auch die größte sitzende Buddha-Statue der Welt (der Chinese kleckert nicht, er klotzt 😉 )
Los ging es wie immer mit der MTR, vorbei an Tsing Yi – einer Trabantenstadt in der nähe des Flughafens wo ca. 200.000 Menschen in Hochhäusern leben (ein gespenstischer Anblick, leider war die MTR zu schnell um ein Foto zu schiessen), nach Tung Chung um dann mit der Seilbahn nach Ngong Ping zu kommen.
Meinem Irrglauben „am Montag morgen wird schon nichts los sein“ wurde gleich beim Anstehen an der Seilbahn beerdigt, da ich ca. 35 Minuten warten musste.
Schon die knapp 10 Minütige Seilbahnfahrt ist ein Erlebnis für sich, man kann gegen einen kleinen Aufpreis von 2,50 € eine Gondel mit Glasboden nehmen, zusätzlich werden nur max. 6 an statt 10 Personen in die Gondel gelassen und der Warteschlange ist deutlich kürzer.
Und wenn man denkt, der Boden ist sowieso dreckig und man sieht nicht durch – Schade, er wird vor jeder Fahrt zwischen dem aus- und einsteigen gewischt. Ist glaube ich nichts für Leute mit Höhenangst.
Optional gibt es auch die Möglichkeit die Strecke mit dem Bus oder Taxi zu fahren, die ganz harten nehmen den Wanderweg, dauer ca. 8 Stunden pro Richtung – nein Danke.
Oben angekommen durch Ngong Ping richtung Buddha Statue, um festzustellen das es das Dorf Ngong Ping nicht mehr gibt, sondern durch eine Art Mini-Themenpark ersetzt wurde, oder zumindest die Shopping- und Fressmeile davon.
Schnell weiter, da auch noch sprichwörtlich aus jeder Hecke und jedem Stein das Ngong Ping 360 Lied dröhnt.
Durch das Portal hindurch geht es auf einem Weg richtung Statue und zugehörigem Kloster, welcher von 12 steinernen Kriegern bewacht wird. Jeder der Krieger steht für 2 Stunden am Tag sowie für ein chinesisches Tierkreiszeichen.
Hier laufen auch die Hunde der Mönche herum die sowas von tiefen entspannt sind, das sie auf dem Weg zum Kloster mitten in den Menschenmassen schlafen.
Im Reiseführer stand etwas von ein paar Stufen hoch zum Buddha
Oben röchelnd angekommen, entschädigt der Anblick des Buddha und der Ausblick doch für einiges.
Im inneren des Buddha ist ein Museum in dem die ca. 800 Jahr alten Schriften (oder besser gesagt Schnitzereien, den alles ist in Holzen geschnitzt anstatt geschrieben) und das Heiligtum das den Buddha weiht ausgestellt sind. Leider ist hier Fotographieren Verboten, dafür ist im Eintritt von 2,80 € eine Flasche Wasser und ein Eis enthalten was man bekommt wenn man aus dem Museum geht, was man aufgrund der krassen Luftentfeuchter und der Klimaanlage auch bitter nötig hat.
Auch von den Menschen her bietet sich ein interessantes Bild: Zwischen den ganzen Touristen sind auch immer wieder Gläubige die direkt nach der Ankunft und die Knie fallen, beten und ein Opfer niederlegen. Auch sind immer Mönche vor Ort um bei Fragen oder Gebeten zu helfen.
Da es aufgrund des Äquator nähe immer um punkt 18 Uhr stock Dunkel wird, ging es mit der letzten Gondel um 17.50 Uhr zurück zur MTR und wieder gen Stadt. Trotz der Tatsache das ich eigentlich nicht mehr Stehen konnte bin ich noch in der MTR geblieben und gen Hong Kong Island gefahren, diesmal aber nicht mit der MTR durch den Tunnel sondern mit der Fähre.
Für den horrenden Preis von 24 Cent (auf dem Unterdeck würde es nur 18 Cent kosten) kann man von Kowloon nach Hong Kong Island mit der Star Ferry übersetzten und nochmal die Skyline genießen.
Nach einem kurzen Spaziergang über die Fußgängerbrücken ging es wieder zurück mit der Fähre nach Kowloon und dann noch ein bisschen durch die Strassen, vorbei am 1881 Heritage, einem auf Alt getrimmten Edel-Shoppingcenter.
Dann wieder mit der MTR zurück zum Hotel, als Abendessen gabs dann Sushi aus dem Supermarkt, was aber dort in einer gläsernen Manufaktur hergestellt wird, und mit Abstand das beste Sushi war was ich je gegessen habe. Günstig war es mit ca. 5 € auch noch das die Portion echt riesig war…















