Tag 8 – Hong Kong → Singapur

Auf nach Singapur !

Da der Flieger schon um 11.35 Uhr ging war es morgens schon irgendwie garstig…

Wieder mit dem Hotelshuttle (inkl. „Helldriver“ am Steuer) gen MTR und von dort dann mit der Airport Express Line zum Flughafen. Sehr angenehm ist, dass man bei manchen Airlines einen In City Check in machen kann, also sein Gepäck schon am Bahnhof aufgeben kann und sich das geschleppe und den Stress am Flughafen spart, Cathay Pacific gehört auch dazu und so war es ein angenehmes Reisen.

Da der Airport Express sobald man aus der City draussen ist überirdisch fährt gab es zum Abschied noch ein bisschen Sightseeing der Aussenbezirke.

Die Passkontrolle bei der Ausreise erfolgt in 2 Stufen, warum auch immer es ging sehr zügig und auch die Sicherheitskontrolle war schnell vorbei, wenn man drauf vorbereitet und freundlich ist. Neben mir wollte eine Dame aus England ihr geliebtes iPad nicht aus der Hülle tun, sonder nur mit Hülle durchleuchten lassen, was aber nicht möglich ist da überall Schilder stehen, die sagen: Alles an Elektronik ohne Hülle ! Das die bei der Kontrolle auch anders können hat sich dann wohl am eigenen Leib erfahren als jede Flüssigkeit und jeden Stoff einzeln nach Drogen und Sprengstoff analysiert haben, begleitet vom grimmigen Blick der Hinzugekommen, schwer bewaffneten, Polizisten.

Also Kinder: „Don’t mess with the Sicherheitskontrolle !“

Hattet ihr schon mal das nach dem Check-In beim Fliegen das dringende Bedürfnis eine Rolex, eine Louis Vuitton Tasche oder bei Tiffany einzukaufen ? Nein ? Scheint in Hong Kong aber öfters vorzukommen, da es nochmal ein Edel-Mall nach dem Check-In gibt.

Geflogen bin ich diesmal nicht mit einer 747 sondern einer recht neuen 777-300ER.

Ich finde ja den Anblick immer toll wie die vielen kleinen Fahrzeuge, obwohl sie das nicht immer sind sondern das Flugzeug halt so groß ist, um das Flugzeug herumschwirren während es am Boden ist. Dieses mal war es aber nicht der Größenunterschied der den Eindruck erweckt hat, sonder die Fahrzeuge waren wirklich extrem klein.

Da ich diesmal Economy geflogen bin, kam es leider zu ersten bösen Überraschung: Die nette Dame am Check-In meinte noch die hätte mir den besten Platz für große Leute in dern Economy gegeben… Eigentlich hatte sich ja recht: Der Platz ist nicht an einem Notausgang hat aber mehr Beinfreiheit da in der Reihe davor ein Sitz fehlt, was aber zur folge hat das der Sitz die Tisch und den Monitor für das In-Flight Entertainment in den Armlehnen hat und deshalb die Armlehnen nicht klappbar sind und der Sitz schmäler ist – FAIL. – Das Kabinenpersonal hat das dann aber sehr unbürokratisch gelöst und ich wurde top umsorgt.

Nun aber der Hammer: Das In-Flight Entertainment war genial. Eine gigantische Auswahl an Musik, Spielfilmen und Serien, auf einem gestochen scharfen Display und man konnte sogar per USB eigenen Content abspielen. Shame on you, Britisch Airway, in der Business Class gabs sowas nicht. Die Zeit verging wie im Flug (jaja schlechte Wortspiele…).

In Singapur angekommen schwante mir schon böses beim Aussteigen aus dem Flugzeug in den Gate-Finger: Irgendwie ist es hier aber nochmal wärmer als in Hong Kong. Der Flughafen ist ja komplett klimatisiert, da hatte ich das schon fast verdrängt, bis ich aus dem Terminal raus Richtung Shuttlebus bin: Und klatsch macht das Wetter: 34°C und 95% Luftfeuchtigkeit.

Also ich dann röchelnd im Bus angekommen, die Überraschung des Tages: Free WiFi im Bus –  FREUDE !, FREUDE !

Als dann im Hotel der Reisebus richtung Tiefgarage (!) gefahren ist wurde mir kurz komisch, da ich mir nicht damit gerechnet hab dass das funktioniert. Pustekuchen ! Die haben ein Regelrechtes Terminal im Keller, wo auch die Flotte an Hoteleigenen Rolls Royce Phantoms steht.

Bis ich aus dem Bus raus war stand schon mein Koffer einem goldenen Kofferwägelchen wie man sie sonst nur aus Filmen kennt und mir wurde eine Karte mit Barcode überreicht die ich dann beim Check-In abgeben sollte, mein Koffer würde dann aufs Zimmer gebracht – nett…

Im Zimmer angekommen, dann das erste WOW des Tages: 70m² sind doch schon viel, aber das Highlight war des Bett: 2.5m x 2.3m. Das erste mal das ich mich in einem Bett strecken und drehen kann ohne dass ich auch nur ansatzweise an den Rand komme.

Das nächste WOW dann gleich hinterher: Die „Dusche“. Von der Größe her konnte man das auch leicht in ein Hallenbad als Sammeldusche bauen.

Kurz duschen und ging es hoch in den Skypark zum Pool, oder besser gesagt zur Cocktail Hour. Die Aufzugtür öffnet sich und ich war sprachlos.

Der Ausblick ist so unglaublich, das kommt über kein Foto der Welt raus. Die Steigerung war dann allerdings noch der Ausblick bei Nacht.

Nachdem ich dann über eine Stunde einfach nur Baff in er Lounge gesessen bin, hab ich mich dann noch aufgemacht, ein bisschen durch die Marina Bay zu Spazieren. Um dort hinzukommen und möglichst lange im klimatisierten Bereich zu bleiben bin ich durch die Hotel eigne edel Mall (Nein, keine Ladenzeile sondern 300!!! Shops und eine Eisbahn).

Der Hauseigene Ferrari Store hatten dann doch ein paar Nettigkeiten da:

Und für nur 8600 SGD (5700 €)…

Aus dem Mall draussen kommt man auf die wohl genialste Fussgängerbrücke die es gibt: The Helix Bridge. Komplett aus Edelstahl und ohne Ausgleichsmöglichkeiten, da muss alles 100%ig passen – Ja da kommt der Maschinenbauer durch.

Need more Info ?

Als netten Gimmick gönnt sich das Hotel auch noch ein Kunstmuseum in Form einer Lotusblüte.

Overwhelmed greetings.

 

Tag 7 – ByBy! Hong Hong

Nein, das ist kein Schreibfehler, sonder die Verabschiedung die die Hong Konger (schreibt man das so ?) sich entgegenwerfen – Ein extrem schnell gesprochenes Bye, Bye.

Der letzte Tag hier ist wie im Flug vergangen: Wäschen waschen (oder besser gesagt Waschen lassen), Kofferpacken, Online Check-In und ein paar Mitbringsel kaufen, schon ist der dreiviertel Tag weg.

Eigentlich wollte ich heute noch in einen Tempel auf Hong Kong Island, aber das Wetter hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Zu Glück erst kurz vor dem Ziel so das ich den letzten Spaziergang zur MTR nochmal genießen konnte. Zum Glück bin ich heute in der allgemeinen Verwirrung einmal falsch abgebogen und durch eine Nebenstrasse gelaufen, ich würde sie „Baumarkt Road“ nennen: Ein Baumarkt und Stahlhandel verteilt auf zig kleine Geschäfte und jeder hat seine Nische. Es gibt den Zementhändler neben dem Stahlrohrhändler, gegenüber ist ein Laden nur für Türgriffe, der eine hat wieder nur Waschbecken und im anderen ist eine Autowerkstatt, oder besser gesagt die eine Hebebühne die sehr, sehr knapp in den Ladenzeile passt, der Rest wird halt auf dem Gehweg gemacht.

Endlich in Tsim Sha Tsui (der Südspitze von Kowloon) angekommen, hat sich das Wetter man von seiner fiesen Seite gezeigt: Ein Regenschauer, aber nicht der Kinderfasching wie bei uns sondern Modell „Hochdruckreiniger“ mit Regen aus jeder Richtung, hat mir die Pläne etwas zerstört da ich eine nahe gelegene Mall flüchten musste.

Nachdem sich der Regen nach einer knappen halben Stunde noch immer nicht gelegt hatte und so langsam sich die Öffnungszeit des Tempels auch dem Ende zuneigte, bin ich etwas in der Mall rumgezogen.

Ich bin im iSquare (ja das teil Heißt wirklich so!) gelandet, was wohl einen der besseren Adressen zu sein scheint. Alles in allem eine  normale Mall nur die Läden sind halt aus der obereren Kategorie…. Das wirkliche High-Light war dann, als ich ein Schild gesehen habe: „Canon Showroom & Service Center 20/F“.

Canon unterhält wie eigentlich jede Elektronikmarke die etwas auf sich hält einen Showroom in Hong Kong, in dem man im Normalfall nichts Kaufen kann aber alles Ausprobieren kann und wenn man vertrauenserweckend genug ist oder einen Namen hat auch Testellungen für bis zu 24 Stunden bekommt.

Canon macht einen auf ganz dicke Hose und einfach den kompletten 20. Stock gemietet und eine Erlebniswelt mit allem was sie anbieten geschaffen.

Zum Testen der Kameras sind kleine H0 Dioramen aufgebaut das man auch was zum Knipsen hat oder die großen Kanonen stehen auf Stativen am Fenster zum Rausphotographieren, jederzeit bringt einem ein Mitarbeiter ein anderes Objektiv, Blitz und was man sonst noch haben möchte.

Die nachfolgenden Bilder sind so schockierend das sich bitte die Foto-Nerds bitte setzten.

Als man endlich wieder auf die Strasse konnte hatte Natürlich das Kloster schon zu. Ich bin dann nochmal ne Runde Fähre gefahren und dann noch etwas durch die Nathan Road geschlendert bevor es zum Hotel zurück ging.

ByBy! Hong Kong !

Tag 6 – Eine Seefahrt die ist lustig und Symphonie of Lights

Angetan von der gestrigen Fähren fahrt sollt es diesmal ein Hafenrundfahrt werden. Da die letzten Tage etwas anstengend waren bin ich erst gegen Nachmittag los und noch etwas durch die Gassen geschlendert.

In der nähe des Piers auf Kowloon ist mir dann zwischen den ganzen Edelhotels und Shopping Malls etwas ins Auge gefallen:

Ja, das ist das YMCA (CVJM) Haus ! Klein scheint in Hong Kong ausser den Meschen einfach nichts zu sein.

Ich hab mir dann noch die Zeit bis zur Abfahrt der Hafenrundfahrt mit Fähre fahren vertrieben, da ich erst bei Dunkelheit die Hafentour machen wollte.

Da die Hafenrundfahrt während der all abendlichen Lightshow der Hochhäuser immer ausgebucht und doppelt so teuer ist, war ich rechtzeitig wieder an Land und hab mich auf die Aussichtsterrassen gestellt und die „Symphony of Lights“ zu sehen.

Beschreiben kann man es mit nur einem Wort: Beeindruckend ! Die Musik, hört sich an wie das Intro zu einem Hello Kitty Computerspiel, muss man mögen aber es passt zum Setting.

Da es etwas dunstig war und meine Fotoskills nicht die besten sind, gibts wieder links:

Offizielle Bildergallerie des Tourismusbüros

Und noch ein Video:

 

Tag 5 – Ngong Ping 360 und Tian Tan Buddha und 1881 Heritage

So heute mal etwas Kultur !

Auf Lantau Island, einer kleinen Insel bei Hong Kong neben der künstlichen Flughafeninsel, ist sowas wie ein Naherholungsgebiet, dort steht auch die größte sitzende Buddha-Statue der Welt (der Chinese kleckert nicht, er klotzt 😉 )

Los ging es wie immer mit der MTR, vorbei an Tsing Yi – einer Trabantenstadt in der nähe des Flughafens wo ca. 200.000 Menschen in Hochhäusern leben (ein gespenstischer Anblick, leider war die MTR zu schnell um ein Foto zu schiessen), nach Tung Chung um dann mit der Seilbahn nach Ngong Ping zu kommen.

Meinem Irrglauben „am Montag morgen wird schon nichts los sein“ wurde gleich beim Anstehen an der Seilbahn beerdigt, da ich ca. 35 Minuten warten musste.

Schon die knapp 10 Minütige Seilbahnfahrt ist ein Erlebnis für sich, man kann gegen einen kleinen Aufpreis von 2,50 € eine Gondel mit Glasboden nehmen, zusätzlich werden nur max. 6 an statt 10 Personen in die Gondel gelassen und der Warteschlange ist deutlich kürzer.

Und wenn man denkt, der Boden ist sowieso dreckig und man sieht nicht durch – Schade, er wird vor jeder Fahrt zwischen dem aus- und einsteigen gewischt. Ist glaube ich nichts für Leute mit Höhenangst.

Optional gibt es auch die Möglichkeit die Strecke mit dem Bus oder Taxi zu fahren, die ganz harten nehmen den Wanderweg, dauer ca. 8 Stunden pro Richtung – nein Danke.

Oben angekommen durch Ngong Ping richtung Buddha Statue, um festzustellen das es das Dorf Ngong Ping nicht mehr gibt, sondern durch eine Art Mini-Themenpark ersetzt wurde, oder zumindest die Shopping- und Fressmeile davon.

Schnell weiter, da auch noch sprichwörtlich aus jeder Hecke und jedem Stein das Ngong Ping 360 Lied dröhnt.

Durch das Portal hindurch geht es auf einem Weg richtung Statue und zugehörigem Kloster, welcher von 12 steinernen Kriegern bewacht wird. Jeder der Krieger steht für 2 Stunden am Tag sowie für ein chinesisches Tierkreiszeichen.

Hier laufen auch die Hunde der Mönche herum die sowas von tiefen entspannt sind, das sie auf dem Weg zum Kloster mitten in den Menschenmassen schlafen.

Im Reiseführer stand etwas von ein paar Stufen hoch zum Buddha

Oben röchelnd angekommen, entschädigt der Anblick des Buddha und der Ausblick doch für einiges.

Im inneren des Buddha ist ein Museum in dem die ca. 800 Jahr alten Schriften (oder besser gesagt Schnitzereien, den alles ist in Holzen geschnitzt anstatt geschrieben) und das Heiligtum das den Buddha weiht ausgestellt sind. Leider ist hier Fotographieren Verboten, dafür ist im Eintritt von 2,80 € eine Flasche Wasser und ein Eis enthalten was man bekommt wenn man aus dem Museum geht, was man aufgrund der krassen Luftentfeuchter und der Klimaanlage auch bitter nötig hat.

Auch von den Menschen her bietet sich ein interessantes Bild: Zwischen den ganzen Touristen sind auch immer wieder Gläubige die direkt nach der Ankunft und die Knie fallen, beten und ein Opfer niederlegen. Auch sind immer Mönche vor Ort um bei Fragen oder Gebeten zu helfen.

Da es aufgrund des Äquator nähe immer um punkt 18 Uhr stock Dunkel wird, ging es mit der letzten Gondel um 17.50 Uhr zurück zur MTR und wieder gen Stadt. Trotz der Tatsache das ich eigentlich nicht mehr Stehen konnte bin ich noch in der MTR geblieben und gen Hong Kong Island gefahren, diesmal aber nicht mit der MTR durch den Tunnel sondern mit der Fähre.

Für den horrenden Preis von 24 Cent (auf dem Unterdeck würde es nur 18 Cent kosten) kann man von Kowloon nach Hong Kong Island mit der Star Ferry übersetzten und nochmal die Skyline genießen.

Nach einem kurzen Spaziergang über die Fußgängerbrücken ging es wieder zurück mit der Fähre nach Kowloon und dann noch ein bisschen durch die Strassen, vorbei am 1881 Heritage, einem auf Alt getrimmten Edel-Shoppingcenter.

Dann wieder mit der MTR zurück zum Hotel, als Abendessen gabs dann Sushi aus dem Supermarkt, was aber dort in einer gläsernen Manufaktur hergestellt wird, und mit Abstand das beste Sushi war was ich je gegessen habe. Günstig war es mit ca. 5 € auch noch das die Portion echt riesig war…

Tag 4 – Tour de l’Computer Center

Moinsen,

für heute waren die Computer Center an der Reihe, da sich in Hong Kong immer gerne die Läden aus einer Gattung in Strassenzügen oder Centern zusammentun hat man es relativ  einfach.

Los ging es dann im Mongkok Computer Center gefolgt von der Golden Computer Arcade und als krönender Abschluss: die Sai Yeung Choi Street in Mong Kok, die auch liebevoll „Electronics Street“ genannt wird.

Fazit: Verdammt, wir sind unterversorgt was Elektronik angeht !

Was es hier nicht gibt, gibt es nicht ! Auf kleinstem Raum werden hier Unmengen an Gadgets, PCs, Laptops, Handys, Tablets und Zubehör angeboten. Jeder Händler hat so sein Steckenpferd, einer hat nur USB Sticks, der andere hat nur Lüfter, der macht nur Handys und einer nur Kabel, dazwischen ein Shop der sich auf Server spezialisiert hat und dann wieder 10 Läden mit Handyzubehör. Man kann alles testen, und jeder führt alles vor, was z.B. beim Lüfterhändler dazu führt das ein orkanartiger Wind aus dem 3x4m großen „Laden“ begleitet, von einer Geräuschkulisse die man am besten mit einem Düsen betriebenen Schwarm von Roboterhornissen, dringt. Natürlich gibt es hier neben der regulären Ware auch „Parallelimporte“ (also Grauimporte aus China) und „günstige“ Software zu hauf, die Läden dieser Händler sehen auch entsprechend aus…

Der Preiskrieg hat hier ein anderes Niveau oder besser gesagt eine andere Galaxie erreicht. Jeder Händler scheint eine Art Spähtrupp ausgesendet zu haben der die aktuellen Preisveränderungen aller anderen Händler beobachtet und meldet. Hier ändern sich Preise im Minutentakt. Als ich meine 2. Runde durch das Consolen-Stockwerk im Golden Dragon Center gemacht habe war plötzlich alle XBoxen umgerechnet ca. 15€ billiger als 10 Minuten vorher.

In der Sai Yeung Choi Street findet auch die inoffizielle offene Meisterschaft der Leuchtreklamen statt, jeder Shop versucht ein maximal großes und blinkendes Schild über die Strasse zu hängen, dass das Schild über der Ladentüre schon alleine für nen epileptischen Anfall sorgen kann versteht sich von selbst, was aber dazu führt das die Händler sich gegenseitig die Schilder zu bauen. Leider hab ich davon kein brauchbares Bild, deshalb hier: Ein Bild nicht von mir, aber „you get the idea – Ha ?!“

Das Bild wurde gegen 23 Uhr aufgenommen, ich war um eine ähnliche Zeit Sonntags dort (what the f*** is Ladenschluss ?) und auch möchte mir nicht vorstellen wie es zu Rush Hour dort zugeht.

Tag 3 – Victoria Peak

Es ist mittlerweile morgens um 4 und ich kann es immer noch nicht so richtig in Worte fassen…

Heute (oder besser gesagt gestern) ging es zum Victoria Peak auf Hong Kong Island. Also wieder zu Fuß zur MTR Station und dann diesmal den richtigen Ausgang richtung „The Peak“ genommen. Man kann einen Pendelbus direkt zur Talstation der Peak Tram, einer Standseilbahn die auf den Berg hoch geht nehmen, oder man läuft. Ich habe mich wieder fürs laufen entschieden, da man durchs Bankenviertel muss und ich mir das nicht entgehen lassen wollte.

Der Kontrast ist einfach nicht zu beschreiben, die kleinen Menschen überall (ich habe bisher nur 5 oder 6 Leute gesehen, die mir über die Brust raus gingen) und diese abartigen Hochhäuser. Auf dem Weg zum Victoria Peak kommt man direkt am Bank of China Tower und HSBC Tower vorbei, sowie an ein paar „kleineren“ Gebäuden mit nur ca. 50 – 70 Stockwerken. Die Bank of America ist auch dort aber sieht gegen die beidn anderen wie eine Hütte aus.

Der kleine Anstieg zur Talstation war dann doch länger und steiler als gedacht, gelohnt hat sich aber trotzdem. Eine nette Entdeckung: Deutsche Firmen machen hier mit deutschen Slogans Werbung.

An der Talstation angekommen, erst mal warten, zwar knapp eine Stunde aber die lokalen Verschwörungstheoretiker hatten ja einiges an Lesestoff bereit gestellt 😉

Endlich in der Schalterhalle angekommen und das Ticket gekauft, nochmal anstehen aber diesmal mit Sinnvolleren Informationen: Es gibt ein kleines Museum zur Geschichte des Victoria Peaks und zur Peak Tram das in den Wartebereich integriert ist, so lernt man noch was beim Anstehen und die zeit vergeht wie im Flug.

Die Fahrt mit der Tram ist dann schon ein Erlebnis für sich: Aufgrund der maximalen steigen von 51% (27°) sind alle Bänke immer nur Bergauf gerichtet das man sich abstützen kann. nach kurzer fahrt durch einen Tunnel kommt man etwas oberhalb der ersten Hochhäuser heraus und ein raunen ging durch den Zug: der Blick ist unbeschreiblich.

Oben dann angekommen wird man knall hart aus der Nostalgie der Peak Tram gerissen und befindet sich mitten im Peak Tower. Und man merkt wieder das man in Asien ist: Alles blinkt und/oder ist quitsche bunt, überall piepst etwas und es fliegen RC Helis und Air Swimmers.

Noch über diverse Rolltreppen auf die Sky Terrace 428 – Der Aussichtsplattform auf dem Peak Tower. Man geht durch eine Automatik Türe ins Freie und sieht das:

Ich war einfach nur platt, hier oben ist es wirklich ruhig, man hört kein Auto, keinen Verkehr und keine Geschäfte, geht ein frischer Wind. Der totale Kontrast zur Stadt.

Au den Flächen neben dem Peak Tower und den Wanderwegen stehen etwas abgelegen auch noch diverse Villen – Das eine davon dieses Jahr für umgerechnet ca. 180 Mio Euro verkauft wurde, und damit der Peak das teuerste Wohngebiet der Welt ist, wundert mich bei diesem Ausblick absolut nicht.

Grüße vom Victoria Peak

Tag 2 – kleiner Ausflug nach Hong Kong Island

Am ersten vollen Tag in Hong Kong erst mal eins: Ausschlafen und dann nach Hong Kong Island, einfach mal ein bisschen durch die Gegend stöbern und schauen was da so geboten ist.

Diesmal nicht mit dem Hotelshuttle zur nächsten MTR Haltestelle sonder zu Fuß durch durch die Gassen von Mong Kok, wo mein Hotel ist, um auch hier sich ein wenig umzuschauen.

Ich glaube das niedrigste Haus in Mong Kok hat 15 Stockwerk, der Stadtteil besteht eigentlich nur aus Hochhäusern. Mong Kok steht im Guinness Book of World Records für den am dichtest besiedelten Ort der Welt. Frau Google meint das hier zwischen 160.000 und 275.000 Menschen leben, pro km² !

Ein Erlebnis mit allen Sinnen, überall sind Garküchen und Strassenhändler die alles was man sich denken an zum Verkauf anbieten.

Dann mit der MTR nach Hong Kong Island, leider enden 90% aller U-Bahn Haltestellen in Hong Kong in einem Einkaufszentrum, auch die in Causeway Bay wo ich ausgestiegen bin und den falschen Ausgang genommen habe…

Und schon stand ich in der Handtaschenabteilung von SOGO – Wer denk er hat schon überfüllte Kaufhäuser gesehen, PAH ! Das hier ist Krieg ! Mit zerren, kreischen und fluchen.

Für die Internetsüchtigen:Jeder Telefonzelle in Hong Kong ist ein WLAN Accesspoint, was für mich die einzige erklärung ist wieso überhaupt noch Telefonzellen, in einer Stadt wo jeder mit mindestens 2 internetfähigen Geräten unterwegs ist, gibt.

Tag 1 – Lounge Erlebnisse, Flug nach Hong Kong und „Erstkontakt“

Eine lange Umsteigezeit von über 6 Stunden hat auch seine schönen Seiten: Ein langer Aufenthalt in der Airline-Lounge:

Lecker Essen und Getränke, pfeil-schnelles free WiFi, gemütliche Sofas, ein Kino und das  Beste: die anderen Menschen in der Lounge, people watching vom feinsten.

  

 

Ein bunte Mischung aus Geschäftsreisenden, Edel Touristen und dem Jet Set aus aller Herren Länder tummelt sich hier. Es wird telefoniert, am Laptop und Tablet gearbeitet oder man hängt rum, isst und trinkt etwas. Auch die Gesprächsfetzen haben ihr einiges: Ein ultra wichtiges Banker (oder zumindest kommt er sich so vor) telefoniert mehr als leise mit einem Journalisten wegen einem Interview Termin um dann dem etwas später hinzugekommenen Kollegen zu erklären das man für die nächsten Monate doch lieber die Presse „Out of the Loop“ lassen möchte. A-ha so weit her ist es also mit der Ehrlichkeit der Banker….

Das Highlight war dann aber als mich ein Herr fragte ob die Sofaecke in der ich saß die restlichen Sofas noch frei seien. Ich hab ja gesagt und er und ein paar seine Kollegen hab sich dann gesetzt. Nach ein paar Minuten ist mir dann auch eingefallen wer der gute Herr war der mich angesprochen hat: Éric Boullier, Teamchef von Lotus F1. So habe ich dann die letzte Stunde im Kreis des Lotus F1 Teamleitung verbracht…. Freude !

Dann ging es endlich Richtung Hong Kong weiter, leider nur mit einer 747-400 aber wenn man Oben sitzt geht es 😉

 

Noch vor dem Start wurden Champagner und sonstige Getränke angeboten und es gab für mich als Langstrecken-Neuling noch ein lustiges Schauspiel: Der Großteil der Anzugträger und Business Outfit Trägerinnen verschwindet auf der Toilette um in Pyjama oder Jogginghose und T-Shirt sich wieder auf ihren Platz zu setzten. Optisch hatte das was von ner RTL II Nachmittags-Serie.

Nach der üblichen Begrüßung durch den Captain und Purser/Purserette per Durchsage haben sich die für einen Zuständigen Flugbegleiter noch einmal persönlich bei jedem vorgestellt und die Menükarte überreicht.

Leider kam dann nochmal eine durchsage des Captains das sich der Abflug aufgrund von Traffic-Jam (Stau) auf dem Vorfeld noch etwas verzögert. Dafuq ? Stau auf dem Vorfeld kannte ich bis her noch nicht.

Der Flug an sich war unspektakulär. Das 3 Gänge Menü und das Frühstück kurz vor der Landung waren gut, das In-Flight Entertainment war OK, nur das Display war nicht so prall, man merkt das der Vogel schon einige Jahre auf dem Buckel hat.

Am Flughafen in Hong Kong gab es dann die erste richtige Überraschung: Das hier auch Laute mit Mundschutz rumlaufen war mir klar, das es aber im Terminal automatisiert Fieberthermometer gibt war mir neu: Überall sind Wärmebildkameras installiert wo jeweils eine Station mit 2 Operatoren ist die die Bilder auswerten. Mitten im Raum stehen dann dann Leute raus ziehen die Auffällige sind und nochmal per Ohrthermometer messen. SARS und Schweinegrippe haben wohl hier ihre Spuren hinterlassen.

Die Einreiseformaltitäten gingen schnell und der Koffer war auch gleich da. Mit dem Airport   Express in die City und dann weiter per Shuttlebus ins Hotel. Das war dann auch schon das nächste Erlebnis: Das Hotel hat einen eigenen Shuttlebus, was hier nichts besonderes ist, aber der Fahrer und die Innenausstattung ist da schon eine Klasse für sich. Man steigt in den Bus ein und wird von der Angenehmen Klimatisierung sowie einem Bunt blinkendem Edelstein-Plexiglas Schalthebel und Musik, Marke: Die Top Hits der 80er und 90er auf dem E-Piano oder als Midi mit Optionalem Gesang in chinesisch oder englisch, begrüßt.

Und dann die Fahrt: Der Fahrer scheint eine Rennfahrerkarriere verpasst zu haben und versucht das jetzt mit dem Busfahren zu kompensieren: Mit gefühlten 200 durch die Innenstadt von Hong Kong zum Hotel.

Hier herrschen Mailänder Verkehrsverhältnisse aber lustiger weise hab ich noch kein Auto, oder Taxi mit auch nur dem kleinsten Kratzer und Beule gesehen.

Im Hotel dann schnell geduscht und wieder raus: Ich brauch noch was zu Essen, also richtung Langham Place, der Mall auf der nächst gelegenen MTR (U-Bahn) Haltstelle. Und da hab ich ohne Vorwarnung meine erste Asien Breitseite bekommen: Durch die komplette Mall klingt die House Version von Gangnam Style als Hintergrundbeschallung, nur nicht an einer Stelle, dem Winter-Wonderland (Eine künstlich Winterlandschaft mit weißen Bäumen und einem weißen Zug, die zu 95% nur aus weißen LEDs bestehen, in dem Lebensgroße Plüsch Eisbären stehen und jeder sich mit dem Handy selbst Fotografiert und es von jemand machen lässt), hier bekommt man die volle Packung „die 3 Top Weihnachtshits als Midi“. Bei ca. 28°C Außentemperatur bekommt das noch einen schrägeren Touch.

Und die Entdeckung des Tages: Furby ist zurück !

Over and out.