Tag 20 – Bangkok → Koh Chang

Warum müssen Flüge immer zu garstigen Zeiten (10.30 Uhr) gehen ? An sich ist ja 10.30 Uhr echt ok, aber wenn man dann bei einer kleinen Airline zwei Stunden vorher da sein muss sind wir bei 8.30 Uhr dann noch 1 Stunde Transfer einrechnen und schon ist man bei 7.30 Uhr aus dem Hotel auschecken, also den Wecker auf 6 Uhr stellen (waaaaaaaaa !).

Der Weg zum Flughafen war komplett problemlos, dank dem wunderbar funktionierendem   Skytrain System in Bangkok und dem Airport Express der von der Stadtmitte Non-Stop zum Flughafen fährt.

Beim Check-In fing es dann schon an: Wenn man das Ticket weniger als 3 Tage vor Abflug kauft kann man keinen Online Check-In machen (Häää ?). Für den Check-In sind nur 3 Counter offen, ok das sollte nicht das Problem sein da laut Homepage die Strecke mit einer ATR 72-500, einer kleinen Turboprop Maschine mit max. 74 Sitzplätzen, geflogen wird als können da gar keine Menschenmengen sein.

Der Spaß hat dann sage und schreibe 45 Minuten gedauert ! Jeder Check-In und Gepäckaufgabe vor mir hat ewig gedauert. Als ich dann dran war, wurde mir recht schnell klar warum: Die Netten und Damen und Herr sprechen nicht wirklich Englisch, und sonstige Kompetenz schein auch nicht vorhanden zu sein. Es fing damit an das mich die Dame gefragt hat ob ich Schuhe im Koffer habe, ja hab ich, aber warum ? -. Die dürfen nicht im aufgegebenen Gepäck sein. Was ?! Ich bin im Urlaub und ich hab keine Lust mich aufzuregen, also raus mit Schuhen und ins Handgepäck. Und dann legt die Dame noch eins nach „you buy ticket !“ (ausgesprochen im schlechtesten vorstellbaren Englisch). Bitte ? Ja ich hab ein Ticket gekauft und sogar auch schon eines für den Rückflug…. Nach dem 10 minütigen Versuch raus zu finden was die Damen überhaupt will, konnte ein Kollege helfen: Ich soll noch ein Ticket für Hin- und Rückflug buchen! Meine Frage, ob mein Ticket, das ich direkt bei der Airline auf der Homepage gebucht habe, nicht in Ordnung sei, hatte dann auch den Menschen überfordert. Der nächste Kollege konnte dann  sowas ähnliches wie Englisch, und hat mir dann erklärt das ich einen 2. Sitzplatz kaufen müsste, weil ich so dick bin.

ICH GLAUBE ES HACKT !! – Ja, ich habe kein Standartformat, deshalb schau ich vor Flugbuchungen immer bei den Airlines ob sie für solche Menschen Zusatzgebühren erheben und wenn ja, dann buche ich nicht bei denen. Da meine Urlaubsstimmung jetzt sowieso schon im Arsch ist, kann ich mich auch in die Sache reinsteigern…. Also hab ich nach dem Chef gefragt, der mir das nochmal in zusammenhängenden Sätzen erklären soll. Da meine Stimmung und wohl auch meine Körpersprache nicht mehr freundlich war haben sie dann den Chef geholt. Der hat dann alles recht schnell geklärt und sich unzählbar oft für seine untergebenen entschuldigt hat. Er hat mir dann auch erklärt dass das Check-In Personal hier nicht von der Airline ist, sondern vom Flughafenbetreiber, da wenn man keine komplette Reihe an Countern Mietet, man kann eigenes Personal einsetzten darf. Das hat dann auch erklärt warum die Dame einen Lufthansa Ausweishalter und ein Finnair Namensschild hatte. Wenn ich mir jetzt vorstelle was passiert wenn die Dame am First-Class Counter von der Lufthansa sitzt, braucht die bald nen neuen Job…

Nachdem das geklärt war, ab durch die Sicherheitskontrolle und zum Gate, mein Blutdruck hatte sich auch schon wieder normalisiert. Nun eine freudige Überraschung: Die Airline, Bangkok Airways, bezeichnet sich selbst als „Boutique Airline“. Das hat zur folge das es eine kleine Lounge für alle Passagiere gibt, natürlich nicht den Protz der Business und First Lounges von den großen Airlines, aber mit Getränken, kleinen Snacks und Wi-Fi.

Dann zum Gate, dort hatte man sogar noch, recht schwachen aber immerhin, Empfang vom Wi-Fi, was die Wartezeit doch recht gemacht macht hat. Der Flug war nicht mal zu hälfte voll, da nicht mal 30 Leute am Gate warteten. Was mich gewundert hat, war das der große teile der anderen Passagieren in langen Klamotten und Strickpullovern (!) da saßen und warteten. Der Sprache nach zu urteilen waren es Skandinavier.

Da eine ATR nicht an einen Gatefinger passt, wurden wir mit einem Bus zum Flugzeug gebracht. Die Gesichter der Mitreisenden beim ersten Anblick des Flugzeug war die bisherige Attraktion des Tages für mich, die dachten wohl alle es geht im Großraumflugzeug weiter.

An Board war dann alles recht super angenehm und der Pilot hat einen recht sportlichen Start hingelegt. Und die 40 Minuten Flug waren auch recht schnell rum. Nach der Landung kam dann die nächste Überraschung: Das „Terminal“:

Nein das ist keine Gartenhütte sondern das Terminal….

Ich wusste ja das es ein Regionalflughafen ist aber das war dann doch krass. Es gibt keine Parkpositionen für die Flugzeuge, sondern eine Parkbucht am Ende der Startbahn und man wird mit kleinen offenen Bussen zum Terminal gefahren, die mehr an eine Bimmelbahn bei Stadtfesten oder am Blautopf erinnern.

Auch wenn man im Terminal war, wurde es nicht größer.

Und das „Gepäckband“ funktioniert hier auch noch manuell:

Dann ging es mit dem Minibus zur Fähre und nach Koh Chang (sinngemäß übersetzt: Elefanteninsel) zu kommen. Schon bei der Aussicht auf der Fähre kam Urlaubsstimmung auf.

Durch den recht offensiven Fahrstil des Minibusfahrers war ich dann recht schnell am Hotel. Da Koh Chang zu einem Nationalpark gehört gibt es hier recht strikte Bauauflagen: Kein Gebäude auf der Insel darf höher sein als ein Palme, also ist nach 2 Stockwerken Schluss und das Inselinnere darf garnicht bebaut werden. Das führt dazu das hier alle Hotel, kleine Bungalowanlagen sind.

Im Hotel wurde mir dann klar was, die mit Tageslichtbadezimmer meineten:

Das Bad hat in 3 Richtungen Glaswände zu einem kleinen Garten, der nur 50 cm breit ist und von einer Mauer umgeben. Die Badewanne ist im Boden eingelassen. So hat man das Gefühl im Garten zu duschen. Auf der Toilette ist der Gartenblick aber etwas verwirrend, zumindest am Anfang.

Nach dem Auspacken bin ich dann noch etwas durch die Hotelanlage gelaufen.

Auch scheint es den Straßenhunden hier nicht wirklich schlecht zu gehen:

Zumindest könnte ich mir etwas schlimmeres Vorstellen als am Strand zu chillen.

Bis die Tage dann.

 

Tag 19 – ลาก่อนครับ กรุงเทพมหานคร (Bye Bye Bangkok)

Ok, wörtlich übersetzt steht da „Auf Wiedersehen Bangkok“…

Und schon wieder ist die Zeit vorbei und es geht weiter, diesmal noch Koh Chang, einer Insel im Südosten von Thailand. Wieder mit dem Flugzeug, aber diesmal mit einer Regionalairline man darf gespannt sein.

Am letzten Tag in Bangkok, war eigentlich nochmal ein bisschen Kultur angesagt. Diesmal der Grand Palace, aber das war mal dick auf Kies gefurzt… Der Palast macht offiziell um 16.30 Uhr zu und um 15.30 Uhr ist der letzte Einlass. Ich bin um 14 Uhr schon da, aber ca. eine Million andere Leute auch, und nach einer Stunde anstehen hatte ich dann keine Lust mehr und hab mein Tagesprogramm geändert.

Einfach nochmal durch die Stadt treiben lassen war jetzt angesagt. Auf meiner Rabbit Card, der RFID Karte für den ÖPNV, sind noch ein paar Baht drauf, die müssen noch weg. Ziellos durch die Großstadt, etwas besseres gibt es nicht.

Und das Kuriositätenkabinett geht weiter: So wie das Aussieht muss doch von hier aus die nächste Zombie Invasion starten…

An paar Schritte weiter war dann auch das Victory Monument.

Und auch hier darf natürlich auf der König, in jede Richtung blickend, nicht fehlen.

Und es scheint hier die Regel zu gelten: Mehr Rückspiegel = Mehr sicherheit.

Over and Out

 

Tag 18 – Der König kommt !

So und heute mal ruhig tun. Also gemütlich aufstehen, Frühstücken und dann auf der Dachterrasse den Blog aktualisieren und schauen was der Tag so bringt.

Und irgendwie hat sich das bis zum Abend hingezogen, da man ja im Schatten sitzt und der Strom an eisgekühltem Ginger Ale, für umme in der Premier Lounge, nicht abreist kann man es echt aushalten. 🙂

Die Aussicht hat auch was für sich und hier oben im 29. Stock drückt auch das Wetter nicht mehr so sehr.

Gegen 22 Uhr kam dann doch etwas Hunger auf und ich bin aus dem Hotel raus, um mich richtung irgend eines Food Courts aufzumachen. Die Hawker Center in Bangkok sind mir etwas zu extrem, da hier das komplette Geschirr des Hawker Centers in einem Kunststoffzuber ohne fließend Wasser gewaschen wird.

Beim Rückweg fällt mir auf das die sonst dicht befahrene 5 Spurige Strasse komplett leer ist und es nur so von Polizei und auf einmal nehmen alle Polizisten Haltung an und salutieren.

Denn zieht die Königlich Autokolonne / Eskorte an mir vorbei.. Da der König aufgrund seines alters fast dauerhaft im Krankenhaus ist wird es wahrscheinlich die Königin oder ein andere Teil der königlichen Familie gewesen sein, aber beeindruckend war es auf jeden Fall. Und man muss sagen der König hat Geschmack –  Alles nur deutsche Fahrzeuge, sogar die Motorräder, und die eigentlichen Autos sind S-Klassen.

Da ich mal wieder mit der Kamera zu langsam war hier noch ein Video aus diesem Internetz:

Thai Royal Family Motorcade

 

Einen schönen Ersten Advent !

 

Tag 17 – Bangkok im Jahr 2555 / Pantip Plaza

Nein, ich habe mir nicht das Hirn durch irgendwelche Chilisoßen aus der Hölle, oder besser gesagt hier einfach vom Straßenmarkt,  raus geschossen. In Thailand gilt die Buddhistische Zeitrechnung und da Buddha ca. 500 Jahre eher da war gibt es hier eben diese Zeitrechnung, allerdings werden hier immer beide Jahre angegeben.

Heute mal wieder in ein Computer Center! Da es sowas in Singapur nicht gab, bin ich sozusagen schon etwas auf Entzug. Also los gen Pantip Plaza.

Immer wenn man denkt man hat die größten Verrücktheiten der Asiaten schon gehen, hauen die immer noch einen raus, diesmal auf dem Weg zum Skytrain: Ja, die Reisebusse haben eine Unterbodenbeleuchtung, und Manga Airbrush, das dieses Gesamtkunstwerk komplett bunt blinken kann muss ich ja nicht mehr erwähnen. Allerdings war die Plexiglas Motorraumabdeckung und er beleuchtet Motorraum auch schon irgendwie krank. Was man auf dem Bild leider nicht sehen ist, das in den Bussen, über eine nicht ganz kleine PA K-Pop, also auch Gangnam Style, vollgas läuft und die Leute tanzen.

Dann beim ausstiegen aus dem Skytrain wieder eine der beliebten „Kabelinstallationen“.

Ahhh ! Endlich wieder im Himmel des Gadget Shopping, diesmal aber mit Techno unterlegt, für das komplette Shoppingerlebnis.

In Thailand gibt es deutlich mehr Stände mit ääää „günstiger“ Software.

Auf dem Rückweg dann noch eine Interessante Entdeckung:  Thailand scheint zwei Ministerien zusammengelegt zu haben. Diese Kombination hätte ich aber eher von den Amis erwartet. Passend dazu steht neben den Schild ein Modell einer Erdölpumpe und einer Fliegerbombe

Nacht !

Tag 16 – Hotelwechsel

Heute war mal wieder Koffer packen angesagt, aber ich so ganz freiwillig..

Eigentlich war das Hotel in Bangkok ok, vor allem für den Preis konnte man echt nix sagen. ABER, in der vorletzten Nacht, kamen die Handwerker ! Pünktlich Nachts um 1 Uhr wurde im Zimmer über gebaut, und zwar richtig mit Akkuschrauber und allem was dazu gehört. Ein Besuch bei der Rezeption bracht für 2 Stunden ruhe, dann rumpelte es wieder, und diesmal bin ich dem Problem direkt an die Wurzel gegangen und einen Stock höher gefahren. Die Arbeiter waren sich keiner Schuld bewusst und einer von ihnen konnte so viel Englisch das er verstanden hat das unter dem Zimmer jemand versucht zu schlafen, und haben dann aufgehört. Ich bin zwar was Lärm beim schlafen angeht einigermaßen resistent aber alles hat grenzen, vor allem wenn ich in einem Hotel bin. Fail Nr. 1

Da ich mit meinem Plan was ich alles machen wollte nicht so schnell voran gekommen bin wie ich wollte, war meine Idee einfach am nächsten Abend im Hotel direkt ein paar Tage zu verlängern. Also zur Rezeption und nachgefragt ob das geht und was es kostet. Und jetzt sind wir bei dem was das Fass zum überlaufen gebracht hat. Der nette Herr meinte das sei gar kein Problem, allerdings seien sie über das Wochenende recht voll, ist mir egal, und deswegen würde das Zimmer dann 8000 Bath (~ 200€)die Nacht kosten – dafuq ?! So viel haben die letzten 4 Nächte zusammen nicht gekostet und für das Geld bekomme ich ein Zimmer / Suite  im Shangri La, Penisula oder Interconti ! Da wollte wohl jemand aus der „Not“ Kapital schlagen, nicht mit mir, ich hab dankend das Angebot abgelehnt und bin wieder ins Zimmer noch und hab mal geschaut was es an alternativen gibt: Dort hab ich dann das Zimmer das sie mir gerade für 200€ die Nacht verkaufen wollten für 36€ gefunden. Also nochmal runter an die Rezeption und das Thema nochmal ansprechen, in einem recht harschen Ton wurde mir erklärt dass das Angebot nur für neu Check ins gelten würde, kein Problem für mich, auschecken und 2 Stunden in der Lobby dösen wieder einchecken und gut ist. Das geht auch nicht. Entweder die 200€ oder ich soll es über mein Reisebüro daheim probieren. Klasse es ist daheim Freitag Abend und das Reisebüro muss bei so kurzfristigen Sachen eine Direktanfrage machen und die dauert 3 Werktage… FAIL 2

Also weitersuchen, aber mir etwas Zeitdruck, mein Wi-Fi Ticket im Arnoma gilt nur noch 3 Stunden.

Nach langem suchen bin ich dann bei www.latestays.com fündig geworden, dort gibt es Hotelzimmer max. 30 Tage für Ankunft da dort die Überkapazitäten der Reiseveranster und die Hotels selbst ihr Zimmer versuchen noch irgendwie los zu bekommen. Da gab es dann noch genau 1 Zimmer im Novotel für den gleichen Preis den ich bisher im Arnoma bezahlt hatte im Premier Floor mit kostenlosen Wi-Fi und Lounge- / Dachterrassenzugang.

Das Novotel ist genau 900 Meter Luftlinie oder eine Skytrain Haltestelle vom Arnoma Hotel weg, liegt aber direkt an der Haltestelle, also man fällt aus dem Hotel quasi in den Skytrain.   Der Premier Floor sind die 3 obersten Stockwerk, was wieder eine richtige genial Aussicht hat, auch die Dachterrasse kann was, vor allem da dort auch das Frühstück und die Cocktail-Hour sind.

Was sehr angenehm ist, der Check-In für die Premier Floors wird in dern Lounge im 29. Stock gemacht und bevor man überhaupt anfängt gibt es was zu trinken und Snacks.

Endlich mal ein amtliches Mediapanel…

Am Anfang war ich erstaunt das die Dusch komplett verglast ist und richtung Wohnbereich des Zimmers zeigt, die Wand des Bades wurde also durch eine Glasscheibe ersetzt. Und die Überraschung: Die Scheibe ist aus elektrochromem Glas ! Sie lässt sich per Schalter auf Milchglas umschalten, sehr, sehr geil.

Grüße von der Dachterrasse.

 

Tag 15 – Wat Pho und Verkehrswahnsinn in Bangkok

Galerie

Diese Galerie enthält 13 Fotos.

So und heute machen wir mal richtig einen auf Tourie und gehen in nen großen Tempel. Zu meiner Freude habe ich bei der Routenplanung gesehen das es am besten ist mit dem Schiff zu fahren. Also rein in den Skytrain … Weiterlesen

Tag 14 – Erawan Schrein

Morgens scheint schon die Sonne, das Klima scheint hier noch mehr zu drücken als in Singapur aber es ist wenigstens Trocken.

Um mal langsam anzufangen bin ich einfach ein bisschen durch die Gegend geschlendert um mal die Umgebung kennen zu lernen.

Gehwege scheint es in Bangkok nicht zu geben, sondern eher multi-purpose Flächen am Straßenrand, denn auf den „Gehwegen“ scheint das Leben in Bangkok statt zu finden: Essenstände, Klamottenhändler und Fliegende Händler verkaufen zu ziemlich alles was man sich vorstellen kann. Der Gehweg ist deswegen immer brechend voll, es hat aber auch den Vorteil da die Händler natürlich alle einen Regenschutz aufbauen, das man einen fast komplett überdachten Gehweg hat. Der große Nachteil ist die „Atmosphäre“ die sich darunter bildet.

Was mich schon die ganze Zeit in Asien begeistert ist die Geschwindigkeit wie es hell oder dunkel wird. Durch die Äquator nähe gilt grundsätlich das es von 6 bis 18 Uhr hell ist, aber auch das es sehr schnell (nicht mal 30 Minuten von tag hell bis stock dunkel) geht. Die die tolle Atmosphäre kommt dann für mich Abends wenn die Lichter, Videowall und Leuchtreklamen alles in ein buntes Meer aus Lichtern verwandeln.

Auch scheint der Thai mit dem Elektrischen auch recht schmerzfrei zu sein…. So sieht ein typischer Mast an einer Straßenecke aus:

Es stand zwar schon im Reiseführer, aber in Thailand hat der König einen extrem hohen Stellenwert, es gibt kein öffentliches Gebäude auf dem nicht ein Bild des Königs 24 Stunden angeleuchtet steht, aber auch einiges Geschäftshäuser oder Einkaufszentren haben Ein Bild mit immer frischen Blumendekorationen vor dem Eingang stehen.

Auch hat in Thailand jedes Grundstück ein Geisterhaus (San Phra Phum), nein das hat nichts mit den schlechten Filmen zu tun, sondern kommt von dem Thailändischen glauben das auf jedem Grundstück Naturgeister leben. Und da wenn man das Grundstück bebaut die Geister ja ihren Wohnraum verlieren, muss man sie beschwichtigen in dem man ihnen einen neuen Wohnraum anbietet, sonst hat man nur Probleme. So soll das Geisterhaus auch immer attraktiver als das eigentliche Gebäude sein, das es die Geister auch annehme. Zusätzlich werden immer wieder kleine Opfergaben in das Haus gestellt. Die Größe des Geisterhauses reicht von Vogelhaus bis zu einem Einfamilienhaus (!), da es mit der Grundstücksgröße und der des Gebäude skaliert.

Nach etwas suchen ging es dann zum Erawan Schrein, einem der bekanntesten Schreine in Bangkok. Der Schrein wurde während der Bauarbeiten zu dem gleichnamigen Hotel in 1950er Jahren gebaut, als es zu immer mehr Unfällen und Problemen kam und zum Schluss sich die Arbeiter weigerten auf dem Gelände zu arbeiten. Es wurde ein Gelehrter hinzugezogen, der Herausfand dass das ursprüngliche Datum der Grundsteinlegung sowieso die Postion des Grundsteins nicht ideal waren. Deshalb wurde der Schrein gebaut und von da an war ruhe und alles lieft wie geschmiert.

In dieser Hinsicht sind die hoch technisierten Asiaten eigen, es werden auch Eröffnungen nur an idealen Tagen und idealen Uhrzeiten gemacht, egal wie ungerade sie sind.

Was mich am Erawan Schrein am meisten beeindruckt hat war der Kontrast zwischen dem Schrein und dem Rest der Stadt. Überall ist es hektisch und geschäftig, nur hier mitten in der Stadt, ist eine art Oase in den Duft von Räucherstäbchen gehüllt. Hier ist jeder gleich, ob Straßenhändler oder Banker. Die meisten Thais kommen zu dem Schrein um für ein gutes Geschäft, einen Lottogewinn oder ähnliches zu beten und zu Opfern. Wenn der Wunsch erfüllt wurde kommt man nochmal und Spendet dem Gott Brahma dem der Schrein gilt einen Tanz. Dafür steht eine Tanzgruppe zur Verfügung.

Zusätzlich zu Blumen, Räucherstäbchen, Kerzen und Lebensmittel werden auch Holzelefanten dem Gott bei besonders großen Wünschen geopfert. Diese werden nicht verbrannt oder ähnliches sondern nach einer bestimmten Zeit die von einem Gelehrten festgelegt wird, für wohltätige Zwecke versteigert. So sind schon ganze Schulen durch den Schrein finanziert worden.

Und wenn Firmen die etwas auf sich halten in Bangkok eine Filiale eröffnen oder eine thailändische Firma eine große Investition tätigt werden von den Firmen goldene Elefanten geopfert.

Und dann der besagte Kontrast: So sieht der Ausblick aus wenn man das Gelände des Schreins verlässt:

Tag 13 – On Night in Bangkok…

… und am nächsten Morgen regnet es wie aus Kübeln – Na klasse.

Also wurde das Frühstück dann etwas länger und ich hab dann gegen Nachmittag eine kurze Regenpause dazu genutzt in die Mall gegenüber und den monster Supermarkt direkt  neben dem Hotel zu erkunden.

Die Mall ist sozusagen asiatischer Standard für ne bessere Mall, also alles was man an teuer Mode, Uhren und Schmucklabels kennt hat hier mindestens einen Shop, auch Birkenstock ! (Die scheinen gerade auf einem Höhenflug in Asien zu sein). Der Supermarkt war dann schon eher interessant, da es sich wohl um das Thailändische Edeka Aktiv Markt äquivalent handelt.

Die Auswahl ist riesig und teilweise gibt es entweder recht lustiges Zeug oder die Darbietungsform ist gewöhnungsbedürftig: Hackfleisch und fertig Mariniertes gibt es nicht an einer Kühltheke wie in Deutschland sondern es stehen gekühlte Tische da wo man sich mit nem Schäuffelchen selbst bedienen kann (was da wohl der WKD dazu meinen würde 😉 ).

Ganz oben im Supermarkt, dann die Entdeckung: Es gibt kein Food Court, also ein Indoor Hawker Center, aber von Supermarkt betrieben. Was ganz angenehm war das man hier eine Transponderkarte á la Vapiano bekommt und dann erst beim gehen zahlen muss. Nachdem alles hier super lecker war, hab ich beschlossen heute mal nicht aufs Geld zu schaun und einfach mal genommen auf was ich lust hatte. Beim Zahlen kam dann das große Staunen: Das pass hat 120 Bath gekostet, also gerade mal 3 Euro und ich war pap satt.

Vom Supermarkt zum Hotel muss man genau 10 Meter im freien Laufen, der Wolkenbruch kam so schnell das ich bis zum Hotel klatsch nass bis auf die Unterwäsche war. Schade, damit war auch der Tag gelaufen, da es nicht mehr wirklich mit Regnen aufgehört hatte.

Over and Out !

Tag 12 – Singapur → Bangkok

Irgendwie vergeht die Zeit wie im Flug – Es war schon wieder Zeit die Koffer zu packen und sich richtung Flughafen zu begeben.

Noch einmal in illusterer Runde (7 Leute aus 5 Kontinenten) Frühstücken, das 2. mal am Tag duschen, und ab mit der U-Bahn gen Flughafen.

Wieder der übliche Stempemarathon bei der Passkontrolle (Der asiatische Grenzbeamte scheint sehr gerne zu Stempeln, im Schnitt 5 mal pro Person…) und eine Überraschung: keine Handgepäck Kontrolle und kein Metalldetektor sondern nur Pass und Boardingcard zeigen und schon ist man im Terminal ?! Komisch – aber des Rätzels Lösung ist ganz einfach: In Singapur wird die Kontrolle erst direkt vor dem Boarding am Gate gemacht, kannte ich so noch nicht.

Nach der Kontrolle nochmal Boardingcard zeigen und die nette Dame von Cathay Pacific schaut mich komisch an und frage: „Do you really travel Economy ?“ – Yes ?! Dann wühlt sie in einer Passagierliste und tippt was auf dem PC, und nimmt meine Boardingcard, haut nen Stempel drauf (Das scheint also nicht nur bei den Grenzern beliebt zu sein) und schreibt noch irgendwelches Zeug drauf. Ich lasse es einfach mal ohne Nachfrage geschehen. Auf einmal strahlt mich die Dame an und gibt mir mein Ticket wieder „I’ve given you another Seat, Economy is not nice for you“ WUUHUUU ! Ein Upgrade auf Businessclass !

Endlich wieder Fliegen like a Boss ! Also schlendert man an der schon ewig langen Schlage zum Economy Boarding vorbei und geht über einen extra Finger ins Flugzeug. Der Service und die Bemühungen der Crew kennen hier fast keine Grenzen, nur mit etwas  Aufwand konnte ich die nicht mal 1.50 große Stewardess davon abhalten mir meine Tasche abzunehmen und in die Headrack zu wuchten. Meine Tasche war nicht wirklich leicht und sie kommt da fast nicht hoch. Als ich es dann doch selbst gemacht hat hat sie sich dann noch bei mir bedankt…

Die haben es echt fertig bekommen, während dem 2.5 Stunden Flug echt ein 4 Gänge Menü zu servieren.

Das beste am Flug war aber dann nicht das In-Flight Entertainment, sonder die gratis Achterbahn fahrt, da es über dem Golf von Thailand richtig gestürmt hat.

Kurz vor der Landung war es dann wieder gut und die Crew hat die Einreiseformulare für Thailand verteilt, inkl. ein Voucher für die VIP Immigration (dafuq ?!).

Ja in Bangkok gibt es eine VIP Immigration, d.h. man hat einen extra abgetrennten Bereich, wo zusätzlich zu den übermäßig vielen Schaltern, auch noch ein oder zwei Vertreter jeder Airline sind um bei evtl. Problemen oder Fragen zu helfen. Nett.

Dann wieder mit der U-Bahn oder besser gesagt dem Skytrain, Bangkok hat zum großen Teil die U-Bahn überirdisch auf Stelzen in den Strassenschluchten, zum Hotel. Noch nie in meinem Leben waren 400 Meter so lange…

Ihm Hotel angekommen war ich so dermaßen Platt das ich einfach nur ins Bett bin.

Schausen.