So, und heute mal extreme Nixtuing !
Das war zumindest mal die Grundidee, also mal ganz gepflegt zum wach werden die riesen Glotze an und Nachrichten schauen. Sogar der Fernseher begrüßt einen hier nett…

Und dann mal los Frühstücken und ab in den Pool. Und schon wieder bin ich überfordert: Was zur Hölle soll ich bei dem Angebot nur Frühstücken ? Eine fast unendlich Auswahl an Wurst, Käse, Marmeladen, dem asiatischen Teil mit Dim Sum und Sachen von denen ich den Namen mit weis, sowie eine unglaubliche Auswahl an Cerealien und frischen Früchten und einem Koch der einem Omeletts, Spiegeleier und der gleichen frisch macht.
So und dann endlich ab in den Pool. Offiziell ist er zwar ungeheizt aber bei den Außentemperaturen stört das nicht wirklich. Und der Ausblick ist einfach der Hammer!
Der Service ist mehr als Perfekt, es gibt einen extra Towel-Concierge bei dem man jederzeit Handtücher bekommt und man kann zwischen kalten, normalen und warmen Handtüchern aussuchen.
Was auch noch so eine Sache war die mich beeindruckt hat, ist die schmerzfreiheit der Asiaten was Elektronik und Wasser angeht: Ist liege im Pool an der Kante richtung Skyline als auf einmal neben mir ein Asiate mit einer Spiegelreflex Kamera im Wasser steht und Photos macht, ok der Pool ist nur 1.2 Meter tief, aber trotzdem würde ich das mich nicht getrauen. Allerdings war er auch nicht der einzige: Bei genauerem hinschauen war der Pool voll mit DSLRs, Kompaktkameras, iPhones und auch iPads ! Ich denk mir gerade noch wie viele Geräte hier wohl absaufen, als es platsch macht und eine iPad das Schwimmen lernt (es trifft immer die Richtigen 😉 ). Im Tagesverlauf hab ich dann iPad, 2 Kompaktkameras und ein iPhone absaufen sehen, macht ja aber nichts das Hotel hat ja nen Applestore…
Am frühen Mittag dann, als ich gerade in der Pool-Lounge saß, und zum wiederholten male den Servicekräften erklärt habe das ich wirklich kein iPad zum Zeitung lesen haben will (die es hier kostenlos zum Ausliehen gibt), sonder ich mit dem aktuellen TopGear Magazin das hier ausliegt (Freude !) vollkommen zu frieden bin. Und nein, ich will immer noch keinen Champagner haben…, habe ich dann zum ersten mal gesehen wie die sonst extrem höflichst und zuvorkommenden Life-Guards auf einmal und für mich ohne ersichtlichen Grund alle sehr, sehr bestimmt und ruppig aus dem Pool und von dem Liegen vertrieben haben, sogar mit Trillerpfeife.
Als dann 5 Minuten später der erste Blitz in einem direkt am Poolrand befindlichem Stahlrahmen einer Windfang-Glasscheibe eingeschlagen ist, war auf einmal auch die motzende und sich beschwerend Menschenmasse die in die Lounge gekommen war sofort ruhig und Lamm fromm.
Ich muss schon sagen mit diesem gratis Entertainment hätte ich nicht gerechnet, da kann das Deutsche Museum mit ihrer Blitzshow aber einpacken ! Mindestens drei Blitze sind direkt in Blitzableitern im Skypark eingeschlagen. Wenn man nur 5 oder 8 Meter davon weg im trockenen sitzt ist es trotzdem nicht ganz ohne.
Auch der Regen kann hier anscheinend mehr, den was da draußen abging hat mich eher an nen Industrie Kärcher als an Regen erinnert.
Bilder gibt es leider keine, da ich außer meiner Schlüsselkarte fürs Zimmer nichts dabei hatte.
Da das Wetter sich genau so schnell wieder gebessert hat wie es gekommen war hab ich den Nachmittag dann wieder am Pool verbracht.
Nach dem Abendessen ging es dann richtung Singapore Flyer, dem Aussichtsriesenrad in der Marina Bay, bei der Boxenanlage für das Formel 1 rennen. Um dort hinzukommen muss man wieder über die Helix Bridge und dann ein Stück an der Uferpromenade Entlang.
Auf dem Weg zum Flyer trifft man überall auf Spuren des Formel 1 Rennens das hier jedes Jahr stattfindet: Alle Ampel sind nur verschraubt und die meisten Gehwege sind nicht erhört sondern nur durch Betonabweiser auf der Strasse gekennzeichnet. Am besten sind aber die Kerbs die man sehen kann. Man man sich bedenkt das die da am Rennwochenende mit über 300 durch die Strassen knallen…

Am Singapore Flyer angekommen, musste ich Feststellen dass als der Kitsch erfunden wurde die Asiaten sofort die Führungsposition eingenommen haben und und auch konsequent verteidigen.

Um das ganz noch mehr ad absurdum zu führen muss man sich folgendes dazu vorstellen: es ist 21.30 Uhr, es hat noch knapp 28°C und über 90% Luftfeuchtigkeit dazu noch der Dampf der abtrocknenden Strasse. Die Lichterkette im Hintergrund blinkt wild vor sich hin und aus dem Deckenlautsprechen kommt Jingle Bells in der Pokemon Edition.
Ich hatte meine Ticket für den Flyer schon im voraus auf der Homepage gekauft um evtl. Warteschlangen entgegen zu wirken und es gibt nochmal 15% Rabatt.
Aber irgendwie war komplett tote Hose, ich bin direkt zum Schalter, ohne jegliches Gedränge durch den Entertainmentbereich der gleichzeitg die Wartezone ist und die Direkt in eine Gondel. Nachts hat dann Frau Googl gewusst dass neben an im schwimmenden Stadion von Singapur, The Float (normal können die in Singapur anscheinend nicht), eines der größten K-POP Festivals ist und deshalb alles hier so leer ist.
Da die klimatisierten! Gondel für bis zu 30 Personen ausgelegt sind hatte ich ausreichen Ellbogenfreiheit, da nur insgesamt 6 Leute drin waren.

Das komplette Riesenrad kann per RGB LEDs imn Farbe getaucht werden.

Auch wenn der Flyer nicht so hoch wie das Hotel ist, ist die Aussicht und das Feeling doch nochmal was ganz anderes.

Dann noch ein Blick auf die andere Seite auf die Gardens by the Bay, einem Botanischen Garten mit klimatisierten Gewächshäusern um verschiedene Regionen darstellen zu können.

Und die Gewächshäuser nochmal alleine:

Grüße aus Singapur !
