Tag 18 – Der König kommt !

So und heute mal ruhig tun. Also gemütlich aufstehen, Frühstücken und dann auf der Dachterrasse den Blog aktualisieren und schauen was der Tag so bringt.

Und irgendwie hat sich das bis zum Abend hingezogen, da man ja im Schatten sitzt und der Strom an eisgekühltem Ginger Ale, für umme in der Premier Lounge, nicht abreist kann man es echt aushalten. 🙂

Die Aussicht hat auch was für sich und hier oben im 29. Stock drückt auch das Wetter nicht mehr so sehr.

Gegen 22 Uhr kam dann doch etwas Hunger auf und ich bin aus dem Hotel raus, um mich richtung irgend eines Food Courts aufzumachen. Die Hawker Center in Bangkok sind mir etwas zu extrem, da hier das komplette Geschirr des Hawker Centers in einem Kunststoffzuber ohne fließend Wasser gewaschen wird.

Beim Rückweg fällt mir auf das die sonst dicht befahrene 5 Spurige Strasse komplett leer ist und es nur so von Polizei und auf einmal nehmen alle Polizisten Haltung an und salutieren.

Denn zieht die Königlich Autokolonne / Eskorte an mir vorbei.. Da der König aufgrund seines alters fast dauerhaft im Krankenhaus ist wird es wahrscheinlich die Königin oder ein andere Teil der königlichen Familie gewesen sein, aber beeindruckend war es auf jeden Fall. Und man muss sagen der König hat Geschmack –  Alles nur deutsche Fahrzeuge, sogar die Motorräder, und die eigentlichen Autos sind S-Klassen.

Da ich mal wieder mit der Kamera zu langsam war hier noch ein Video aus diesem Internetz:

Thai Royal Family Motorcade

 

Einen schönen Ersten Advent !

 

Tag 17 – Bangkok im Jahr 2555 / Pantip Plaza

Nein, ich habe mir nicht das Hirn durch irgendwelche Chilisoßen aus der Hölle, oder besser gesagt hier einfach vom Straßenmarkt,  raus geschossen. In Thailand gilt die Buddhistische Zeitrechnung und da Buddha ca. 500 Jahre eher da war gibt es hier eben diese Zeitrechnung, allerdings werden hier immer beide Jahre angegeben.

Heute mal wieder in ein Computer Center! Da es sowas in Singapur nicht gab, bin ich sozusagen schon etwas auf Entzug. Also los gen Pantip Plaza.

Immer wenn man denkt man hat die größten Verrücktheiten der Asiaten schon gehen, hauen die immer noch einen raus, diesmal auf dem Weg zum Skytrain: Ja, die Reisebusse haben eine Unterbodenbeleuchtung, und Manga Airbrush, das dieses Gesamtkunstwerk komplett bunt blinken kann muss ich ja nicht mehr erwähnen. Allerdings war die Plexiglas Motorraumabdeckung und er beleuchtet Motorraum auch schon irgendwie krank. Was man auf dem Bild leider nicht sehen ist, das in den Bussen, über eine nicht ganz kleine PA K-Pop, also auch Gangnam Style, vollgas läuft und die Leute tanzen.

Dann beim ausstiegen aus dem Skytrain wieder eine der beliebten „Kabelinstallationen“.

Ahhh ! Endlich wieder im Himmel des Gadget Shopping, diesmal aber mit Techno unterlegt, für das komplette Shoppingerlebnis.

In Thailand gibt es deutlich mehr Stände mit ääää „günstiger“ Software.

Auf dem Rückweg dann noch eine Interessante Entdeckung:  Thailand scheint zwei Ministerien zusammengelegt zu haben. Diese Kombination hätte ich aber eher von den Amis erwartet. Passend dazu steht neben den Schild ein Modell einer Erdölpumpe und einer Fliegerbombe

Nacht !

Tag 16 – Hotelwechsel

Heute war mal wieder Koffer packen angesagt, aber ich so ganz freiwillig..

Eigentlich war das Hotel in Bangkok ok, vor allem für den Preis konnte man echt nix sagen. ABER, in der vorletzten Nacht, kamen die Handwerker ! Pünktlich Nachts um 1 Uhr wurde im Zimmer über gebaut, und zwar richtig mit Akkuschrauber und allem was dazu gehört. Ein Besuch bei der Rezeption bracht für 2 Stunden ruhe, dann rumpelte es wieder, und diesmal bin ich dem Problem direkt an die Wurzel gegangen und einen Stock höher gefahren. Die Arbeiter waren sich keiner Schuld bewusst und einer von ihnen konnte so viel Englisch das er verstanden hat das unter dem Zimmer jemand versucht zu schlafen, und haben dann aufgehört. Ich bin zwar was Lärm beim schlafen angeht einigermaßen resistent aber alles hat grenzen, vor allem wenn ich in einem Hotel bin. Fail Nr. 1

Da ich mit meinem Plan was ich alles machen wollte nicht so schnell voran gekommen bin wie ich wollte, war meine Idee einfach am nächsten Abend im Hotel direkt ein paar Tage zu verlängern. Also zur Rezeption und nachgefragt ob das geht und was es kostet. Und jetzt sind wir bei dem was das Fass zum überlaufen gebracht hat. Der nette Herr meinte das sei gar kein Problem, allerdings seien sie über das Wochenende recht voll, ist mir egal, und deswegen würde das Zimmer dann 8000 Bath (~ 200€)die Nacht kosten – dafuq ?! So viel haben die letzten 4 Nächte zusammen nicht gekostet und für das Geld bekomme ich ein Zimmer / Suite  im Shangri La, Penisula oder Interconti ! Da wollte wohl jemand aus der „Not“ Kapital schlagen, nicht mit mir, ich hab dankend das Angebot abgelehnt und bin wieder ins Zimmer noch und hab mal geschaut was es an alternativen gibt: Dort hab ich dann das Zimmer das sie mir gerade für 200€ die Nacht verkaufen wollten für 36€ gefunden. Also nochmal runter an die Rezeption und das Thema nochmal ansprechen, in einem recht harschen Ton wurde mir erklärt dass das Angebot nur für neu Check ins gelten würde, kein Problem für mich, auschecken und 2 Stunden in der Lobby dösen wieder einchecken und gut ist. Das geht auch nicht. Entweder die 200€ oder ich soll es über mein Reisebüro daheim probieren. Klasse es ist daheim Freitag Abend und das Reisebüro muss bei so kurzfristigen Sachen eine Direktanfrage machen und die dauert 3 Werktage… FAIL 2

Also weitersuchen, aber mir etwas Zeitdruck, mein Wi-Fi Ticket im Arnoma gilt nur noch 3 Stunden.

Nach langem suchen bin ich dann bei www.latestays.com fündig geworden, dort gibt es Hotelzimmer max. 30 Tage für Ankunft da dort die Überkapazitäten der Reiseveranster und die Hotels selbst ihr Zimmer versuchen noch irgendwie los zu bekommen. Da gab es dann noch genau 1 Zimmer im Novotel für den gleichen Preis den ich bisher im Arnoma bezahlt hatte im Premier Floor mit kostenlosen Wi-Fi und Lounge- / Dachterrassenzugang.

Das Novotel ist genau 900 Meter Luftlinie oder eine Skytrain Haltestelle vom Arnoma Hotel weg, liegt aber direkt an der Haltestelle, also man fällt aus dem Hotel quasi in den Skytrain.   Der Premier Floor sind die 3 obersten Stockwerk, was wieder eine richtige genial Aussicht hat, auch die Dachterrasse kann was, vor allem da dort auch das Frühstück und die Cocktail-Hour sind.

Was sehr angenehm ist, der Check-In für die Premier Floors wird in dern Lounge im 29. Stock gemacht und bevor man überhaupt anfängt gibt es was zu trinken und Snacks.

Endlich mal ein amtliches Mediapanel…

Am Anfang war ich erstaunt das die Dusch komplett verglast ist und richtung Wohnbereich des Zimmers zeigt, die Wand des Bades wurde also durch eine Glasscheibe ersetzt. Und die Überraschung: Die Scheibe ist aus elektrochromem Glas ! Sie lässt sich per Schalter auf Milchglas umschalten, sehr, sehr geil.

Grüße von der Dachterrasse.

 

Tag 15 – Wat Pho und Verkehrswahnsinn in Bangkok

Galerie

Diese Galerie enthält 13 Fotos.

So und heute machen wir mal richtig einen auf Tourie und gehen in nen großen Tempel. Zu meiner Freude habe ich bei der Routenplanung gesehen das es am besten ist mit dem Schiff zu fahren. Also rein in den Skytrain … Weiterlesen

Tag 14 – Erawan Schrein

Morgens scheint schon die Sonne, das Klima scheint hier noch mehr zu drücken als in Singapur aber es ist wenigstens Trocken.

Um mal langsam anzufangen bin ich einfach ein bisschen durch die Gegend geschlendert um mal die Umgebung kennen zu lernen.

Gehwege scheint es in Bangkok nicht zu geben, sondern eher multi-purpose Flächen am Straßenrand, denn auf den „Gehwegen“ scheint das Leben in Bangkok statt zu finden: Essenstände, Klamottenhändler und Fliegende Händler verkaufen zu ziemlich alles was man sich vorstellen kann. Der Gehweg ist deswegen immer brechend voll, es hat aber auch den Vorteil da die Händler natürlich alle einen Regenschutz aufbauen, das man einen fast komplett überdachten Gehweg hat. Der große Nachteil ist die „Atmosphäre“ die sich darunter bildet.

Was mich schon die ganze Zeit in Asien begeistert ist die Geschwindigkeit wie es hell oder dunkel wird. Durch die Äquator nähe gilt grundsätlich das es von 6 bis 18 Uhr hell ist, aber auch das es sehr schnell (nicht mal 30 Minuten von tag hell bis stock dunkel) geht. Die die tolle Atmosphäre kommt dann für mich Abends wenn die Lichter, Videowall und Leuchtreklamen alles in ein buntes Meer aus Lichtern verwandeln.

Auch scheint der Thai mit dem Elektrischen auch recht schmerzfrei zu sein…. So sieht ein typischer Mast an einer Straßenecke aus:

Es stand zwar schon im Reiseführer, aber in Thailand hat der König einen extrem hohen Stellenwert, es gibt kein öffentliches Gebäude auf dem nicht ein Bild des Königs 24 Stunden angeleuchtet steht, aber auch einiges Geschäftshäuser oder Einkaufszentren haben Ein Bild mit immer frischen Blumendekorationen vor dem Eingang stehen.

Auch hat in Thailand jedes Grundstück ein Geisterhaus (San Phra Phum), nein das hat nichts mit den schlechten Filmen zu tun, sondern kommt von dem Thailändischen glauben das auf jedem Grundstück Naturgeister leben. Und da wenn man das Grundstück bebaut die Geister ja ihren Wohnraum verlieren, muss man sie beschwichtigen in dem man ihnen einen neuen Wohnraum anbietet, sonst hat man nur Probleme. So soll das Geisterhaus auch immer attraktiver als das eigentliche Gebäude sein, das es die Geister auch annehme. Zusätzlich werden immer wieder kleine Opfergaben in das Haus gestellt. Die Größe des Geisterhauses reicht von Vogelhaus bis zu einem Einfamilienhaus (!), da es mit der Grundstücksgröße und der des Gebäude skaliert.

Nach etwas suchen ging es dann zum Erawan Schrein, einem der bekanntesten Schreine in Bangkok. Der Schrein wurde während der Bauarbeiten zu dem gleichnamigen Hotel in 1950er Jahren gebaut, als es zu immer mehr Unfällen und Problemen kam und zum Schluss sich die Arbeiter weigerten auf dem Gelände zu arbeiten. Es wurde ein Gelehrter hinzugezogen, der Herausfand dass das ursprüngliche Datum der Grundsteinlegung sowieso die Postion des Grundsteins nicht ideal waren. Deshalb wurde der Schrein gebaut und von da an war ruhe und alles lieft wie geschmiert.

In dieser Hinsicht sind die hoch technisierten Asiaten eigen, es werden auch Eröffnungen nur an idealen Tagen und idealen Uhrzeiten gemacht, egal wie ungerade sie sind.

Was mich am Erawan Schrein am meisten beeindruckt hat war der Kontrast zwischen dem Schrein und dem Rest der Stadt. Überall ist es hektisch und geschäftig, nur hier mitten in der Stadt, ist eine art Oase in den Duft von Räucherstäbchen gehüllt. Hier ist jeder gleich, ob Straßenhändler oder Banker. Die meisten Thais kommen zu dem Schrein um für ein gutes Geschäft, einen Lottogewinn oder ähnliches zu beten und zu Opfern. Wenn der Wunsch erfüllt wurde kommt man nochmal und Spendet dem Gott Brahma dem der Schrein gilt einen Tanz. Dafür steht eine Tanzgruppe zur Verfügung.

Zusätzlich zu Blumen, Räucherstäbchen, Kerzen und Lebensmittel werden auch Holzelefanten dem Gott bei besonders großen Wünschen geopfert. Diese werden nicht verbrannt oder ähnliches sondern nach einer bestimmten Zeit die von einem Gelehrten festgelegt wird, für wohltätige Zwecke versteigert. So sind schon ganze Schulen durch den Schrein finanziert worden.

Und wenn Firmen die etwas auf sich halten in Bangkok eine Filiale eröffnen oder eine thailändische Firma eine große Investition tätigt werden von den Firmen goldene Elefanten geopfert.

Und dann der besagte Kontrast: So sieht der Ausblick aus wenn man das Gelände des Schreins verlässt:

Tag 13 – On Night in Bangkok…

… und am nächsten Morgen regnet es wie aus Kübeln – Na klasse.

Also wurde das Frühstück dann etwas länger und ich hab dann gegen Nachmittag eine kurze Regenpause dazu genutzt in die Mall gegenüber und den monster Supermarkt direkt  neben dem Hotel zu erkunden.

Die Mall ist sozusagen asiatischer Standard für ne bessere Mall, also alles was man an teuer Mode, Uhren und Schmucklabels kennt hat hier mindestens einen Shop, auch Birkenstock ! (Die scheinen gerade auf einem Höhenflug in Asien zu sein). Der Supermarkt war dann schon eher interessant, da es sich wohl um das Thailändische Edeka Aktiv Markt äquivalent handelt.

Die Auswahl ist riesig und teilweise gibt es entweder recht lustiges Zeug oder die Darbietungsform ist gewöhnungsbedürftig: Hackfleisch und fertig Mariniertes gibt es nicht an einer Kühltheke wie in Deutschland sondern es stehen gekühlte Tische da wo man sich mit nem Schäuffelchen selbst bedienen kann (was da wohl der WKD dazu meinen würde 😉 ).

Ganz oben im Supermarkt, dann die Entdeckung: Es gibt kein Food Court, also ein Indoor Hawker Center, aber von Supermarkt betrieben. Was ganz angenehm war das man hier eine Transponderkarte á la Vapiano bekommt und dann erst beim gehen zahlen muss. Nachdem alles hier super lecker war, hab ich beschlossen heute mal nicht aufs Geld zu schaun und einfach mal genommen auf was ich lust hatte. Beim Zahlen kam dann das große Staunen: Das pass hat 120 Bath gekostet, also gerade mal 3 Euro und ich war pap satt.

Vom Supermarkt zum Hotel muss man genau 10 Meter im freien Laufen, der Wolkenbruch kam so schnell das ich bis zum Hotel klatsch nass bis auf die Unterwäsche war. Schade, damit war auch der Tag gelaufen, da es nicht mehr wirklich mit Regnen aufgehört hatte.

Over and Out !

Tag 12 – Singapur → Bangkok

Irgendwie vergeht die Zeit wie im Flug – Es war schon wieder Zeit die Koffer zu packen und sich richtung Flughafen zu begeben.

Noch einmal in illusterer Runde (7 Leute aus 5 Kontinenten) Frühstücken, das 2. mal am Tag duschen, und ab mit der U-Bahn gen Flughafen.

Wieder der übliche Stempemarathon bei der Passkontrolle (Der asiatische Grenzbeamte scheint sehr gerne zu Stempeln, im Schnitt 5 mal pro Person…) und eine Überraschung: keine Handgepäck Kontrolle und kein Metalldetektor sondern nur Pass und Boardingcard zeigen und schon ist man im Terminal ?! Komisch – aber des Rätzels Lösung ist ganz einfach: In Singapur wird die Kontrolle erst direkt vor dem Boarding am Gate gemacht, kannte ich so noch nicht.

Nach der Kontrolle nochmal Boardingcard zeigen und die nette Dame von Cathay Pacific schaut mich komisch an und frage: „Do you really travel Economy ?“ – Yes ?! Dann wühlt sie in einer Passagierliste und tippt was auf dem PC, und nimmt meine Boardingcard, haut nen Stempel drauf (Das scheint also nicht nur bei den Grenzern beliebt zu sein) und schreibt noch irgendwelches Zeug drauf. Ich lasse es einfach mal ohne Nachfrage geschehen. Auf einmal strahlt mich die Dame an und gibt mir mein Ticket wieder „I’ve given you another Seat, Economy is not nice for you“ WUUHUUU ! Ein Upgrade auf Businessclass !

Endlich wieder Fliegen like a Boss ! Also schlendert man an der schon ewig langen Schlage zum Economy Boarding vorbei und geht über einen extra Finger ins Flugzeug. Der Service und die Bemühungen der Crew kennen hier fast keine Grenzen, nur mit etwas  Aufwand konnte ich die nicht mal 1.50 große Stewardess davon abhalten mir meine Tasche abzunehmen und in die Headrack zu wuchten. Meine Tasche war nicht wirklich leicht und sie kommt da fast nicht hoch. Als ich es dann doch selbst gemacht hat hat sie sich dann noch bei mir bedankt…

Die haben es echt fertig bekommen, während dem 2.5 Stunden Flug echt ein 4 Gänge Menü zu servieren.

Das beste am Flug war aber dann nicht das In-Flight Entertainment, sonder die gratis Achterbahn fahrt, da es über dem Golf von Thailand richtig gestürmt hat.

Kurz vor der Landung war es dann wieder gut und die Crew hat die Einreiseformulare für Thailand verteilt, inkl. ein Voucher für die VIP Immigration (dafuq ?!).

Ja in Bangkok gibt es eine VIP Immigration, d.h. man hat einen extra abgetrennten Bereich, wo zusätzlich zu den übermäßig vielen Schaltern, auch noch ein oder zwei Vertreter jeder Airline sind um bei evtl. Problemen oder Fragen zu helfen. Nett.

Dann wieder mit der U-Bahn oder besser gesagt dem Skytrain, Bangkok hat zum großen Teil die U-Bahn überirdisch auf Stelzen in den Strassenschluchten, zum Hotel. Noch nie in meinem Leben waren 400 Meter so lange…

Ihm Hotel angekommen war ich so dermaßen Platt das ich einfach nur ins Bett bin.

Schausen.

Tag 11 – Nachts im Zoo

Sonntag morgen 8 Uhr es hat schon wieder 30°C…

Irgendwann fängt man an zu akzeptieren das Schwitzen so normal wie Atmen hier ist und das man hier die doppelte Zeit für einen Fußweg einplanen muss wie daheim. Das Frühstück gibt es im Hostel im Biergarten, einfach aber lecker.

Die eigentliche Plan für heute war ja in den Zoo und dann in den Nachtzoo zu gehen, mein Kreislauf war hatte da aber, nach dem weg zum Seven-Eleven und wieder zurück um Proviant für den Tag zu kaufen, konzeptionell andere Ideen. Mich hat es sowas von in die Ecke gehauen dass das Tagesprogramm gestorben war das sich mein Kreislauf erst wieder gegen Spätnachmittag beruhigt hatte.

Der Nacht-Zoo macht ja zum Glück erst um 19.30 Uhr auf, also gaaanz gemütlich machen und schauen das man rechtzeitig da ist. Hatte ich schon erwähnt das Singapur unglaublich sauber und sicher ist ? Sowas wie Kriminalität scheint es hier nicht zu geben, selbst der Reiseführer meint das es in Singapur keine Ecke gibt wo man nicht sogar als Frau Nachts alleine hin kann. Das könnte schlicht an der Tatsache liegen das hier alles mit drakonischen Straffen belegt ist: Der Import, Vertieb und Besitzt von Kaugummi ist Gesetzlich verboten, Müll liegen lassen oder eine Zigarettenkippe wegwerfen kostet 2000 Singapur Dollar (ca. 1.200 €) und 10 Stockhiebe. Falsch parken fängt ab 100 SGD und wird mit Parkkrallen durchgesetzt. Drogenbesitz gibt 15 Jahre Gefängnis und ab einer bestimmten menge die Todesstrafe, auf Drogenhandel steht sofort die Todesstrafe (Was sogar direkt auf dem Einreiseformular so Fett gedruckt steht.)

Aber die Hinweise sind auch nicht zu übersehen.

Am Zoo angekommen das übliche Bild: Vor und nach dem Kassenschalter muss man sich erst mal an unzähligen Souvenirshops, Fressbuden und Restaurants vorbeikämpfen um zum wirklichen Eingang zu kommen. Immerhin ist hier fast keine Weihnachtsdeko und    es kommt keine Weihnachtsmusik aus jeder Ecke, ein Novum für ne Touristenattraktion in Asien….

Wenn man drin hast hat man verschiedene Möglichkeiten: Auf Verschiedenen Routen durch den Zoo wandern, eine Art Safari mit einem „Zug“ machen oder sich eine Feuershow ansehen.

Ich hab mich für den „Zug“ entschieden. Ein richtiger Zug ist es nicht den es ist nur ein Zug aus einem überdimensionalem Golfcart mit Anhängern, also am ehesten ein Road Train. Die Fahrt war sehr interessant, da auf jedem Zug ein Guide  ist der per Mikrofon Infos zu den Tieren und ihrer Herkunft gibt. Der komplette Zug ist stock dunkel, selbst die Frontscheinwerfer sind aus, man ist also mitten drin.

Man merkt von Anfang an das der Zoo nicht nur einfach Abends offen hat sondern das er komplett nur auf Nacht ausgerichtet ist: Überall sind Lichtmasten und Scheinwerfer so Positioniert das es zwar dunkel ist aber die Tiere stehen in einem gedämpften Licht, so das man sie sehr gut sehen kann. Man sieht auch nirgends Zäune oder Gitter, es wurde alles über Gräben gemacht die dann auch noch von der „Straßenseite“ von einem kleinen Hügel mit Büschen verdeckt ist. Gerade wenn man dann um eine Ecke biegt und ein Tiger steht sehr nah am Rand und isst, macht das zumindest kurz kein wirklich gutes Gefühl. Auch habe sie es irgendwie geschafft das die Tiere aktiver sind als in den anderen Zoos wo ich bis jetzt war, sogar die Raubkatzen laufen alle herum und wenn nicht schauen sie zumindest richtung Besucher. Die Zugtour dauert knapp 30 Minuten, mit einem kurzen Zwischenstopp wo man auch Aussteigen könnte und wenn man lust hat später auch wieder Weiterfahren kann.

Nachdem die Zugfahrt zu ende war bin ich dann auf den ersten Weg, da es bis zur Show (es gibt mehrere Shows pro Abend, immer Tiershow und Feuershow im wechsel) noch ein knappe Stunde war. So war der Plan eine Runde drehen, dann die Tiershow anschauen und evtl. noch eine kleine Runde.

Draus geworden ist das ich alle Wege im Zoo gelaufen bin und keine Show gesehen, habe und noch knapp den letzten Bus zur U-Bahn und dort die letzte U-Bahn erwischt habe, da es einfach nur gigantisch auf den Wegen war. Obwohl der Zoo gut gefüllt war, war es totenstill, selbst die ganzen Kinder waren ruhig, da einfach die Atmosphäre so war das jeder ruhig war, und dann einfach im fahlen Licht durch einen Urwald wandern.

Es gibt Freifluggehege in denen Flughunde oder Fledermäuse wirklich in massen rumfliegen. Im Fledermausgehege war mir dann auch nicht mehr so wirklich wohl, die Fledermäuse sind zwar alles nur Früchteesser, aber gerade der malaysische Kalong ist dann doch schon so groß das man durchaus Respekt hat. – Im Kontrast dazu gibt es aber auch mini Hirsche die nur so groß wie ein Meerschweinchen sind.

Der Australien Teil ist dann wieder nur Putzig da es dort freilaufende Wallabys (kleine Kängurus) und Sugar Glider gibt.

So fertig wie an dem Abend war isch schon lange nicht mehr, 3.5 Stunden im Regenwald wandern hinterlassen ihre Spuren.

Da Photografieren mit Blitzlicht nicht erlaubt ist, sind die Bilder nix geworden. (Ich brauch unbedingt das nächste mal eine DSLR und den Skill sie zu benutzen…)

Einige Bilder gibt es auch der Homepage vom Zoo: Singapore Night Safari

Nacht !

Tag 10 – Kontraste

Leider ist die Zeit im Marina Bay Sands schon zu Ende… Also früh aufstehen, Koffer packen, Frühstücken und noch ein letztes mal eine Runde durch den Pool machen

Check-out war schnell und unkompliziert, ich kann sogar einfach eine PDF Rechnung als E-Mail anstatt einer Papierversion haben, was wieder weniger zum rumschleppen ist.

Beim rausgehen aus dem Hotel meint noch der Portier fröhlich zu mir „Today, is good weather, the sun is shining“. 2 Sekunden später merke ich was er gemeint hat, ich bekomm so was von eins vom Klima übergebraten: 34°C und 95% Luftfeuchtigkeit. Und die 200 Meter zum Anlegesteg des Wassertaxis werden zum Kampf.

Am Steg selbst gibt es wieder Schatten und ich kann kurz Luftholen. Das Wassertaxi ist eine schicke Sache, überall in der Stadt sind an den Kanälen Anlegepunkt mit Kassenhäuschen verteilt, wo man sein Ticket löst und es dann ohne Stau und Stress durch die Stadt geht. Also mehr ein Bus als ein Taxi, aber es heißt eben so. Die Boote sind auf ate getrimmt, also Holz und Messing wo man hin schaut. Beim Fahren vermisst dann aber irgendwie das Motorgeräusch und dann sieht man auch das der Steuermann / Kapitän ein in Messing gefasstes Display vor sich hat und die Boote elektrisch mit Akkus laufen. Der andere Steg war dann zum Glück nur 100 Meter vom Hostel am Boat Quay entfernt.

Und schon sind wir beim Kontrastprogramm: Ich habe für die restliche Zeit in Singapur ein kleines Zimmer in einem Hostel, Prince of Wales, direkt am Boat Quay gemietet da im Marina Bay übers Wochenende nichts mehr frei war, oder besser gesagt nichts mehr bezahlbares, und ich zusätzlich ja auch noch die Urlaubskasse schonen wollte.

Der Check-In läuft dann natürlich auch anders: Man meldet sich an der Bar, da das Hostel über dem gleichnamigen Pub ist und der sehr nette australische Besitzer führt einen durch da enge unklimatisierte Treppenhaus hinauf ins Hostel, leider sind die beiden Einzelzimmer im Dachgeschoss, was mit dem Koffer und der Tasche dann doch nicht so direkt Spaß macht.

Gute, das Zimmer ist nicht mal so groß wie das Badezimmer im anderen, aber schon ok so. Dafür ist das dann doch wieder mehr meine Welt, wo normale Menschen sind und nicht die ganzen abgedrehten Neureichen und mit den golden Rolex zum Schwimmen gehen. Aber auch das Zimmer hat ein gigantisches Feature:

Ohne Klimaanlage geht hier mal gar nix.

Also dann nochmal Duschen und hoffen das es gegen Abend Kühler wird. Abgelenkt durch die netten Gespräche in der „Backpacker Lounge“ – dem Gemeinschaftsraum war es dann schneller 22 Uhr als erwartet und der Hunger hat mich dann raus und Richtung Hawker Center getrieben. In Singapur sind die mobilen Garküchen die es in ganz Asien an jeder Straßenecke oder Platz gibt verboten. Deshalb gibt es die sog. Hawker Center, wo sich die ehemaligen mobilen Garküchen in einer Art Markthalle mit Tischen in der Mitte und festen Ständen mit fließend Wasser gesammelt haben. Es war wirklich kühler, also nur noch 28 °C…. Die Mischung von alten kolonialen Gebäuden und den neuen High-Tech Wolkenkratzer ist in Singapur schon einmalig.

Leider musste ich bein Essen feststellen das nur wenn es nach Tomatensoße aussieht, nicht unbedingt so ein muss… Es war dann eine Singapurer Spezialität: Flüssigsprengsstoff ähh ich meinte rotes Chillipüree, verdammt hat das Zeug gebrannt. Damit war dann das Thema ohne schwitzen durch den Abend zu kommen auch wieder vom Tisch.

Beim zurücklaufen zum Hostel dann auch wieder eine Erklärung mehr warum in Asien die Gebäude so aus dem nichts in den Himmel schießen. Es ist mittlerweile Samstag Abend 23.45 Uhr aber das scheint die Bauarbeiter nicht ernsthaft zu interessieren. (Das Plakat im Hintergrund war irgendwie passend)

Und dann noch die Aussicht vom Biergarten des Hostels auf das zweitälteste Hotel in Singapur.

Over and Out.

Tag 9 – Poolerlebnisse & Singapore Flyer

So, und heute mal extreme Nixtuing !

Das war zumindest mal die Grundidee, also mal ganz gepflegt zum wach werden die riesen Glotze an und Nachrichten schauen. Sogar der Fernseher begrüßt einen hier nett…

Und dann mal los Frühstücken und ab in den Pool. Und schon wieder bin ich überfordert: Was zur Hölle soll ich bei dem Angebot nur Frühstücken ? Eine fast unendlich Auswahl an Wurst, Käse, Marmeladen, dem asiatischen Teil mit Dim Sum und Sachen von denen ich den Namen mit weis, sowie eine unglaubliche Auswahl an Cerealien und frischen Früchten und einem Koch der einem Omeletts, Spiegeleier und der gleichen frisch macht.

So und dann endlich ab in den Pool. Offiziell ist er zwar ungeheizt aber bei den Außentemperaturen stört das nicht wirklich. Und der Ausblick ist einfach der Hammer!

Der Service ist mehr als Perfekt, es gibt einen extra Towel-Concierge bei dem man jederzeit Handtücher bekommt und man kann zwischen kalten, normalen und warmen Handtüchern aussuchen.

Was auch noch so eine Sache war die mich beeindruckt hat, ist die schmerzfreiheit der Asiaten was Elektronik und Wasser angeht: Ist liege im Pool an der Kante richtung Skyline als auf einmal neben mir ein Asiate mit einer Spiegelreflex Kamera im Wasser steht und Photos macht, ok der Pool ist nur 1.2 Meter tief, aber trotzdem würde ich das mich nicht getrauen. Allerdings war er auch nicht der einzige: Bei genauerem hinschauen war der Pool voll mit DSLRs, Kompaktkameras, iPhones und auch iPads ! Ich denk mir gerade noch wie viele Geräte hier wohl absaufen, als es platsch macht und eine iPad das Schwimmen lernt (es trifft immer die Richtigen 😉 ). Im Tagesverlauf hab ich dann iPad, 2 Kompaktkameras und ein iPhone absaufen sehen, macht ja aber nichts das Hotel hat ja nen Applestore…

Am frühen Mittag dann, als ich gerade in der Pool-Lounge saß, und zum wiederholten male den Servicekräften erklärt habe das ich wirklich kein iPad zum Zeitung lesen haben will (die es hier kostenlos zum Ausliehen gibt), sonder ich mit dem aktuellen TopGear Magazin das hier ausliegt (Freude !) vollkommen zu frieden bin. Und nein, ich will immer noch keinen Champagner haben…, habe ich dann zum ersten mal gesehen wie die sonst extrem höflichst und zuvorkommenden Life-Guards auf einmal und für mich ohne ersichtlichen Grund alle sehr, sehr bestimmt und ruppig aus dem Pool und von dem Liegen vertrieben haben, sogar mit Trillerpfeife.

Als dann 5 Minuten später der erste Blitz in einem direkt am Poolrand befindlichem Stahlrahmen einer Windfang-Glasscheibe eingeschlagen ist, war auf einmal auch die motzende und sich beschwerend Menschenmasse die in die Lounge gekommen war sofort ruhig und Lamm fromm.

Ich muss schon sagen mit diesem gratis Entertainment hätte ich nicht gerechnet, da kann das Deutsche Museum mit ihrer Blitzshow aber einpacken ! Mindestens drei Blitze sind direkt in Blitzableitern im Skypark eingeschlagen. Wenn man nur 5 oder 8 Meter davon weg im trockenen sitzt ist es trotzdem nicht ganz ohne.

Auch der Regen kann hier anscheinend mehr, den was da draußen abging hat mich eher an nen Industrie Kärcher als an Regen erinnert.

Bilder gibt es leider keine, da ich außer meiner Schlüsselkarte fürs Zimmer nichts dabei hatte.

Da das Wetter sich genau so schnell wieder gebessert hat wie es gekommen war hab ich  den Nachmittag dann wieder am Pool verbracht.

Nach dem Abendessen ging es dann richtung Singapore Flyer, dem Aussichtsriesenrad in der Marina Bay, bei der Boxenanlage für das Formel 1 rennen. Um dort hinzukommen muss man wieder über die Helix Bridge und dann ein Stück an der Uferpromenade Entlang.

Auf dem Weg zum Flyer trifft man überall auf Spuren des Formel 1 Rennens das hier jedes Jahr stattfindet: Alle Ampel sind nur verschraubt und die meisten Gehwege sind nicht erhört sondern nur durch Betonabweiser auf der Strasse gekennzeichnet. Am besten sind aber die Kerbs die man sehen kann. Man man sich bedenkt das die da am Rennwochenende mit über 300 durch die Strassen knallen…

Am Singapore Flyer angekommen, musste ich Feststellen dass als der Kitsch erfunden wurde die Asiaten sofort die Führungsposition eingenommen haben und und auch konsequent verteidigen.

Um das ganz noch mehr ad absurdum zu führen muss man sich folgendes dazu vorstellen: es ist 21.30 Uhr, es hat noch knapp 28°C und über 90% Luftfeuchtigkeit dazu noch der Dampf der abtrocknenden Strasse. Die Lichterkette im Hintergrund blinkt wild vor sich hin und aus dem Deckenlautsprechen kommt Jingle Bells in der Pokemon Edition.

Ich hatte meine Ticket für den Flyer schon im voraus auf der Homepage gekauft um evtl. Warteschlangen entgegen zu wirken und es gibt nochmal 15% Rabatt.

Aber irgendwie war komplett tote Hose, ich bin direkt zum Schalter, ohne jegliches Gedränge durch den Entertainmentbereich der gleichzeitg die Wartezone ist und die Direkt in eine Gondel. Nachts hat dann Frau Googl gewusst dass neben an im schwimmenden Stadion von Singapur, The Float (normal können die in Singapur anscheinend nicht), eines der größten K-POP Festivals ist und deshalb alles hier so leer ist.

Da die klimatisierten! Gondel für bis zu 30 Personen ausgelegt sind hatte ich ausreichen Ellbogenfreiheit, da nur insgesamt  6 Leute drin waren.

Das komplette Riesenrad kann per RGB LEDs imn Farbe getaucht werden.

Auch wenn der Flyer nicht so hoch wie das Hotel ist, ist die Aussicht und das Feeling doch nochmal was ganz anderes.

Dann noch ein Blick auf die andere Seite auf die Gardens by the Bay, einem Botanischen Garten mit klimatisierten Gewächshäusern um verschiedene Regionen darstellen zu können.

Und die Gewächshäuser nochmal alleine:

 

Grüße aus Singapur !