Tag 14 – Erawan Schrein

Morgens scheint schon die Sonne, das Klima scheint hier noch mehr zu drücken als in Singapur aber es ist wenigstens Trocken.

Um mal langsam anzufangen bin ich einfach ein bisschen durch die Gegend geschlendert um mal die Umgebung kennen zu lernen.

Gehwege scheint es in Bangkok nicht zu geben, sondern eher multi-purpose Flächen am Straßenrand, denn auf den „Gehwegen“ scheint das Leben in Bangkok statt zu finden: Essenstände, Klamottenhändler und Fliegende Händler verkaufen zu ziemlich alles was man sich vorstellen kann. Der Gehweg ist deswegen immer brechend voll, es hat aber auch den Vorteil da die Händler natürlich alle einen Regenschutz aufbauen, das man einen fast komplett überdachten Gehweg hat. Der große Nachteil ist die „Atmosphäre“ die sich darunter bildet.

Was mich schon die ganze Zeit in Asien begeistert ist die Geschwindigkeit wie es hell oder dunkel wird. Durch die Äquator nähe gilt grundsätlich das es von 6 bis 18 Uhr hell ist, aber auch das es sehr schnell (nicht mal 30 Minuten von tag hell bis stock dunkel) geht. Die die tolle Atmosphäre kommt dann für mich Abends wenn die Lichter, Videowall und Leuchtreklamen alles in ein buntes Meer aus Lichtern verwandeln.

Auch scheint der Thai mit dem Elektrischen auch recht schmerzfrei zu sein…. So sieht ein typischer Mast an einer Straßenecke aus:

Es stand zwar schon im Reiseführer, aber in Thailand hat der König einen extrem hohen Stellenwert, es gibt kein öffentliches Gebäude auf dem nicht ein Bild des Königs 24 Stunden angeleuchtet steht, aber auch einiges Geschäftshäuser oder Einkaufszentren haben Ein Bild mit immer frischen Blumendekorationen vor dem Eingang stehen.

Auch hat in Thailand jedes Grundstück ein Geisterhaus (San Phra Phum), nein das hat nichts mit den schlechten Filmen zu tun, sondern kommt von dem Thailändischen glauben das auf jedem Grundstück Naturgeister leben. Und da wenn man das Grundstück bebaut die Geister ja ihren Wohnraum verlieren, muss man sie beschwichtigen in dem man ihnen einen neuen Wohnraum anbietet, sonst hat man nur Probleme. So soll das Geisterhaus auch immer attraktiver als das eigentliche Gebäude sein, das es die Geister auch annehme. Zusätzlich werden immer wieder kleine Opfergaben in das Haus gestellt. Die Größe des Geisterhauses reicht von Vogelhaus bis zu einem Einfamilienhaus (!), da es mit der Grundstücksgröße und der des Gebäude skaliert.

Nach etwas suchen ging es dann zum Erawan Schrein, einem der bekanntesten Schreine in Bangkok. Der Schrein wurde während der Bauarbeiten zu dem gleichnamigen Hotel in 1950er Jahren gebaut, als es zu immer mehr Unfällen und Problemen kam und zum Schluss sich die Arbeiter weigerten auf dem Gelände zu arbeiten. Es wurde ein Gelehrter hinzugezogen, der Herausfand dass das ursprüngliche Datum der Grundsteinlegung sowieso die Postion des Grundsteins nicht ideal waren. Deshalb wurde der Schrein gebaut und von da an war ruhe und alles lieft wie geschmiert.

In dieser Hinsicht sind die hoch technisierten Asiaten eigen, es werden auch Eröffnungen nur an idealen Tagen und idealen Uhrzeiten gemacht, egal wie ungerade sie sind.

Was mich am Erawan Schrein am meisten beeindruckt hat war der Kontrast zwischen dem Schrein und dem Rest der Stadt. Überall ist es hektisch und geschäftig, nur hier mitten in der Stadt, ist eine art Oase in den Duft von Räucherstäbchen gehüllt. Hier ist jeder gleich, ob Straßenhändler oder Banker. Die meisten Thais kommen zu dem Schrein um für ein gutes Geschäft, einen Lottogewinn oder ähnliches zu beten und zu Opfern. Wenn der Wunsch erfüllt wurde kommt man nochmal und Spendet dem Gott Brahma dem der Schrein gilt einen Tanz. Dafür steht eine Tanzgruppe zur Verfügung.

Zusätzlich zu Blumen, Räucherstäbchen, Kerzen und Lebensmittel werden auch Holzelefanten dem Gott bei besonders großen Wünschen geopfert. Diese werden nicht verbrannt oder ähnliches sondern nach einer bestimmten Zeit die von einem Gelehrten festgelegt wird, für wohltätige Zwecke versteigert. So sind schon ganze Schulen durch den Schrein finanziert worden.

Und wenn Firmen die etwas auf sich halten in Bangkok eine Filiale eröffnen oder eine thailändische Firma eine große Investition tätigt werden von den Firmen goldene Elefanten geopfert.

Und dann der besagte Kontrast: So sieht der Ausblick aus wenn man das Gelände des Schreins verlässt:

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