Sonntag morgen 8 Uhr es hat schon wieder 30°C…
Irgendwann fängt man an zu akzeptieren das Schwitzen so normal wie Atmen hier ist und das man hier die doppelte Zeit für einen Fußweg einplanen muss wie daheim. Das Frühstück gibt es im Hostel im Biergarten, einfach aber lecker.
Die eigentliche Plan für heute war ja in den Zoo und dann in den Nachtzoo zu gehen, mein Kreislauf war hatte da aber, nach dem weg zum Seven-Eleven und wieder zurück um Proviant für den Tag zu kaufen, konzeptionell andere Ideen. Mich hat es sowas von in die Ecke gehauen dass das Tagesprogramm gestorben war das sich mein Kreislauf erst wieder gegen Spätnachmittag beruhigt hatte.
Der Nacht-Zoo macht ja zum Glück erst um 19.30 Uhr auf, also gaaanz gemütlich machen und schauen das man rechtzeitig da ist. Hatte ich schon erwähnt das Singapur unglaublich sauber und sicher ist ? Sowas wie Kriminalität scheint es hier nicht zu geben, selbst der Reiseführer meint das es in Singapur keine Ecke gibt wo man nicht sogar als Frau Nachts alleine hin kann. Das könnte schlicht an der Tatsache liegen das hier alles mit drakonischen Straffen belegt ist: Der Import, Vertieb und Besitzt von Kaugummi ist Gesetzlich verboten, Müll liegen lassen oder eine Zigarettenkippe wegwerfen kostet 2000 Singapur Dollar (ca. 1.200 €) und 10 Stockhiebe. Falsch parken fängt ab 100 SGD und wird mit Parkkrallen durchgesetzt. Drogenbesitz gibt 15 Jahre Gefängnis und ab einer bestimmten menge die Todesstrafe, auf Drogenhandel steht sofort die Todesstrafe (Was sogar direkt auf dem Einreiseformular so Fett gedruckt steht.)
Aber die Hinweise sind auch nicht zu übersehen.
Am Zoo angekommen das übliche Bild: Vor und nach dem Kassenschalter muss man sich erst mal an unzähligen Souvenirshops, Fressbuden und Restaurants vorbeikämpfen um zum wirklichen Eingang zu kommen. Immerhin ist hier fast keine Weihnachtsdeko und es kommt keine Weihnachtsmusik aus jeder Ecke, ein Novum für ne Touristenattraktion in Asien….
Wenn man drin hast hat man verschiedene Möglichkeiten: Auf Verschiedenen Routen durch den Zoo wandern, eine Art Safari mit einem „Zug“ machen oder sich eine Feuershow ansehen.
Ich hab mich für den „Zug“ entschieden. Ein richtiger Zug ist es nicht den es ist nur ein Zug aus einem überdimensionalem Golfcart mit Anhängern, also am ehesten ein Road Train. Die Fahrt war sehr interessant, da auf jedem Zug ein Guide ist der per Mikrofon Infos zu den Tieren und ihrer Herkunft gibt. Der komplette Zug ist stock dunkel, selbst die Frontscheinwerfer sind aus, man ist also mitten drin.
Man merkt von Anfang an das der Zoo nicht nur einfach Abends offen hat sondern das er komplett nur auf Nacht ausgerichtet ist: Überall sind Lichtmasten und Scheinwerfer so Positioniert das es zwar dunkel ist aber die Tiere stehen in einem gedämpften Licht, so das man sie sehr gut sehen kann. Man sieht auch nirgends Zäune oder Gitter, es wurde alles über Gräben gemacht die dann auch noch von der „Straßenseite“ von einem kleinen Hügel mit Büschen verdeckt ist. Gerade wenn man dann um eine Ecke biegt und ein Tiger steht sehr nah am Rand und isst, macht das zumindest kurz kein wirklich gutes Gefühl. Auch habe sie es irgendwie geschafft das die Tiere aktiver sind als in den anderen Zoos wo ich bis jetzt war, sogar die Raubkatzen laufen alle herum und wenn nicht schauen sie zumindest richtung Besucher. Die Zugtour dauert knapp 30 Minuten, mit einem kurzen Zwischenstopp wo man auch Aussteigen könnte und wenn man lust hat später auch wieder Weiterfahren kann.
Nachdem die Zugfahrt zu ende war bin ich dann auf den ersten Weg, da es bis zur Show (es gibt mehrere Shows pro Abend, immer Tiershow und Feuershow im wechsel) noch ein knappe Stunde war. So war der Plan eine Runde drehen, dann die Tiershow anschauen und evtl. noch eine kleine Runde.
Draus geworden ist das ich alle Wege im Zoo gelaufen bin und keine Show gesehen, habe und noch knapp den letzten Bus zur U-Bahn und dort die letzte U-Bahn erwischt habe, da es einfach nur gigantisch auf den Wegen war. Obwohl der Zoo gut gefüllt war, war es totenstill, selbst die ganzen Kinder waren ruhig, da einfach die Atmosphäre so war das jeder ruhig war, und dann einfach im fahlen Licht durch einen Urwald wandern.
Es gibt Freifluggehege in denen Flughunde oder Fledermäuse wirklich in massen rumfliegen. Im Fledermausgehege war mir dann auch nicht mehr so wirklich wohl, die Fledermäuse sind zwar alles nur Früchteesser, aber gerade der malaysische Kalong ist dann doch schon so groß das man durchaus Respekt hat. – Im Kontrast dazu gibt es aber auch mini Hirsche die nur so groß wie ein Meerschweinchen sind.
Der Australien Teil ist dann wieder nur Putzig da es dort freilaufende Wallabys (kleine Kängurus) und Sugar Glider gibt.
So fertig wie an dem Abend war isch schon lange nicht mehr, 3.5 Stunden im Regenwald wandern hinterlassen ihre Spuren.
Da Photografieren mit Blitzlicht nicht erlaubt ist, sind die Bilder nix geworden. (Ich brauch unbedingt das nächste mal eine DSLR und den Skill sie zu benutzen…)
Einige Bilder gibt es auch der Homepage vom Zoo: Singapore Night Safari
Nacht !

Zoo! Nachts! Toll! Und du hast keine Bilder. Na toll. 🙂
Und du wolltest nicht zur Feuershow?
Feuershow ≠ Feuerwerk…
Bei Rave wäre das Prio -10 gewesen 🙂