Tag 10 – Kontraste

Leider ist die Zeit im Marina Bay Sands schon zu Ende… Also früh aufstehen, Koffer packen, Frühstücken und noch ein letztes mal eine Runde durch den Pool machen

Check-out war schnell und unkompliziert, ich kann sogar einfach eine PDF Rechnung als E-Mail anstatt einer Papierversion haben, was wieder weniger zum rumschleppen ist.

Beim rausgehen aus dem Hotel meint noch der Portier fröhlich zu mir „Today, is good weather, the sun is shining“. 2 Sekunden später merke ich was er gemeint hat, ich bekomm so was von eins vom Klima übergebraten: 34°C und 95% Luftfeuchtigkeit. Und die 200 Meter zum Anlegesteg des Wassertaxis werden zum Kampf.

Am Steg selbst gibt es wieder Schatten und ich kann kurz Luftholen. Das Wassertaxi ist eine schicke Sache, überall in der Stadt sind an den Kanälen Anlegepunkt mit Kassenhäuschen verteilt, wo man sein Ticket löst und es dann ohne Stau und Stress durch die Stadt geht. Also mehr ein Bus als ein Taxi, aber es heißt eben so. Die Boote sind auf ate getrimmt, also Holz und Messing wo man hin schaut. Beim Fahren vermisst dann aber irgendwie das Motorgeräusch und dann sieht man auch das der Steuermann / Kapitän ein in Messing gefasstes Display vor sich hat und die Boote elektrisch mit Akkus laufen. Der andere Steg war dann zum Glück nur 100 Meter vom Hostel am Boat Quay entfernt.

Und schon sind wir beim Kontrastprogramm: Ich habe für die restliche Zeit in Singapur ein kleines Zimmer in einem Hostel, Prince of Wales, direkt am Boat Quay gemietet da im Marina Bay übers Wochenende nichts mehr frei war, oder besser gesagt nichts mehr bezahlbares, und ich zusätzlich ja auch noch die Urlaubskasse schonen wollte.

Der Check-In läuft dann natürlich auch anders: Man meldet sich an der Bar, da das Hostel über dem gleichnamigen Pub ist und der sehr nette australische Besitzer führt einen durch da enge unklimatisierte Treppenhaus hinauf ins Hostel, leider sind die beiden Einzelzimmer im Dachgeschoss, was mit dem Koffer und der Tasche dann doch nicht so direkt Spaß macht.

Gute, das Zimmer ist nicht mal so groß wie das Badezimmer im anderen, aber schon ok so. Dafür ist das dann doch wieder mehr meine Welt, wo normale Menschen sind und nicht die ganzen abgedrehten Neureichen und mit den golden Rolex zum Schwimmen gehen. Aber auch das Zimmer hat ein gigantisches Feature:

Ohne Klimaanlage geht hier mal gar nix.

Also dann nochmal Duschen und hoffen das es gegen Abend Kühler wird. Abgelenkt durch die netten Gespräche in der „Backpacker Lounge“ – dem Gemeinschaftsraum war es dann schneller 22 Uhr als erwartet und der Hunger hat mich dann raus und Richtung Hawker Center getrieben. In Singapur sind die mobilen Garküchen die es in ganz Asien an jeder Straßenecke oder Platz gibt verboten. Deshalb gibt es die sog. Hawker Center, wo sich die ehemaligen mobilen Garküchen in einer Art Markthalle mit Tischen in der Mitte und festen Ständen mit fließend Wasser gesammelt haben. Es war wirklich kühler, also nur noch 28 °C…. Die Mischung von alten kolonialen Gebäuden und den neuen High-Tech Wolkenkratzer ist in Singapur schon einmalig.

Leider musste ich bein Essen feststellen das nur wenn es nach Tomatensoße aussieht, nicht unbedingt so ein muss… Es war dann eine Singapurer Spezialität: Flüssigsprengsstoff ähh ich meinte rotes Chillipüree, verdammt hat das Zeug gebrannt. Damit war dann das Thema ohne schwitzen durch den Abend zu kommen auch wieder vom Tisch.

Beim zurücklaufen zum Hostel dann auch wieder eine Erklärung mehr warum in Asien die Gebäude so aus dem nichts in den Himmel schießen. Es ist mittlerweile Samstag Abend 23.45 Uhr aber das scheint die Bauarbeiter nicht ernsthaft zu interessieren. (Das Plakat im Hintergrund war irgendwie passend)

Und dann noch die Aussicht vom Biergarten des Hostels auf das zweitälteste Hotel in Singapur.

Over and Out.

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