Warum müssen Flüge immer zu garstigen Zeiten (10.30 Uhr) gehen ? An sich ist ja 10.30 Uhr echt ok, aber wenn man dann bei einer kleinen Airline zwei Stunden vorher da sein muss sind wir bei 8.30 Uhr dann noch 1 Stunde Transfer einrechnen und schon ist man bei 7.30 Uhr aus dem Hotel auschecken, also den Wecker auf 6 Uhr stellen (waaaaaaaaa !).
Der Weg zum Flughafen war komplett problemlos, dank dem wunderbar funktionierendem Skytrain System in Bangkok und dem Airport Express der von der Stadtmitte Non-Stop zum Flughafen fährt.
Beim Check-In fing es dann schon an: Wenn man das Ticket weniger als 3 Tage vor Abflug kauft kann man keinen Online Check-In machen (Häää ?). Für den Check-In sind nur 3 Counter offen, ok das sollte nicht das Problem sein da laut Homepage die Strecke mit einer ATR 72-500, einer kleinen Turboprop Maschine mit max. 74 Sitzplätzen, geflogen wird als können da gar keine Menschenmengen sein.
Der Spaß hat dann sage und schreibe 45 Minuten gedauert ! Jeder Check-In und Gepäckaufgabe vor mir hat ewig gedauert. Als ich dann dran war, wurde mir recht schnell klar warum: Die Netten und Damen und Herr sprechen nicht wirklich Englisch, und sonstige Kompetenz schein auch nicht vorhanden zu sein. Es fing damit an das mich die Dame gefragt hat ob ich Schuhe im Koffer habe, ja hab ich, aber warum ? -. Die dürfen nicht im aufgegebenen Gepäck sein. Was ?! Ich bin im Urlaub und ich hab keine Lust mich aufzuregen, also raus mit Schuhen und ins Handgepäck. Und dann legt die Dame noch eins nach „you buy ticket !“ (ausgesprochen im schlechtesten vorstellbaren Englisch). Bitte ? Ja ich hab ein Ticket gekauft und sogar auch schon eines für den Rückflug…. Nach dem 10 minütigen Versuch raus zu finden was die Damen überhaupt will, konnte ein Kollege helfen: Ich soll noch ein Ticket für Hin- und Rückflug buchen! Meine Frage, ob mein Ticket, das ich direkt bei der Airline auf der Homepage gebucht habe, nicht in Ordnung sei, hatte dann auch den Menschen überfordert. Der nächste Kollege konnte dann sowas ähnliches wie Englisch, und hat mir dann erklärt das ich einen 2. Sitzplatz kaufen müsste, weil ich so dick bin.
ICH GLAUBE ES HACKT !! – Ja, ich habe kein Standartformat, deshalb schau ich vor Flugbuchungen immer bei den Airlines ob sie für solche Menschen Zusatzgebühren erheben und wenn ja, dann buche ich nicht bei denen. Da meine Urlaubsstimmung jetzt sowieso schon im Arsch ist, kann ich mich auch in die Sache reinsteigern…. Also hab ich nach dem Chef gefragt, der mir das nochmal in zusammenhängenden Sätzen erklären soll. Da meine Stimmung und wohl auch meine Körpersprache nicht mehr freundlich war haben sie dann den Chef geholt. Der hat dann alles recht schnell geklärt und sich unzählbar oft für seine untergebenen entschuldigt hat. Er hat mir dann auch erklärt dass das Check-In Personal hier nicht von der Airline ist, sondern vom Flughafenbetreiber, da wenn man keine komplette Reihe an Countern Mietet, man kann eigenes Personal einsetzten darf. Das hat dann auch erklärt warum die Dame einen Lufthansa Ausweishalter und ein Finnair Namensschild hatte. Wenn ich mir jetzt vorstelle was passiert wenn die Dame am First-Class Counter von der Lufthansa sitzt, braucht die bald nen neuen Job…
Nachdem das geklärt war, ab durch die Sicherheitskontrolle und zum Gate, mein Blutdruck hatte sich auch schon wieder normalisiert. Nun eine freudige Überraschung: Die Airline, Bangkok Airways, bezeichnet sich selbst als „Boutique Airline“. Das hat zur folge das es eine kleine Lounge für alle Passagiere gibt, natürlich nicht den Protz der Business und First Lounges von den großen Airlines, aber mit Getränken, kleinen Snacks und Wi-Fi.
Dann zum Gate, dort hatte man sogar noch, recht schwachen aber immerhin, Empfang vom Wi-Fi, was die Wartezeit doch recht gemacht macht hat. Der Flug war nicht mal zu hälfte voll, da nicht mal 30 Leute am Gate warteten. Was mich gewundert hat, war das der große teile der anderen Passagieren in langen Klamotten und Strickpullovern (!) da saßen und warteten. Der Sprache nach zu urteilen waren es Skandinavier.
Da eine ATR nicht an einen Gatefinger passt, wurden wir mit einem Bus zum Flugzeug gebracht. Die Gesichter der Mitreisenden beim ersten Anblick des Flugzeug war die bisherige Attraktion des Tages für mich, die dachten wohl alle es geht im Großraumflugzeug weiter.
An Board war dann alles recht super angenehm und der Pilot hat einen recht sportlichen Start hingelegt. Und die 40 Minuten Flug waren auch recht schnell rum. Nach der Landung kam dann die nächste Überraschung: Das „Terminal“:

Nein das ist keine Gartenhütte sondern das Terminal….
Ich wusste ja das es ein Regionalflughafen ist aber das war dann doch krass. Es gibt keine Parkpositionen für die Flugzeuge, sondern eine Parkbucht am Ende der Startbahn und man wird mit kleinen offenen Bussen zum Terminal gefahren, die mehr an eine Bimmelbahn bei Stadtfesten oder am Blautopf erinnern.

Auch wenn man im Terminal war, wurde es nicht größer.

Und das „Gepäckband“ funktioniert hier auch noch manuell:

Dann ging es mit dem Minibus zur Fähre und nach Koh Chang (sinngemäß übersetzt: Elefanteninsel) zu kommen. Schon bei der Aussicht auf der Fähre kam Urlaubsstimmung auf.

Durch den recht offensiven Fahrstil des Minibusfahrers war ich dann recht schnell am Hotel. Da Koh Chang zu einem Nationalpark gehört gibt es hier recht strikte Bauauflagen: Kein Gebäude auf der Insel darf höher sein als ein Palme, also ist nach 2 Stockwerken Schluss und das Inselinnere darf garnicht bebaut werden. Das führt dazu das hier alle Hotel, kleine Bungalowanlagen sind.
Im Hotel wurde mir dann klar was, die mit Tageslichtbadezimmer meineten:

Das Bad hat in 3 Richtungen Glaswände zu einem kleinen Garten, der nur 50 cm breit ist und von einer Mauer umgeben. Die Badewanne ist im Boden eingelassen. So hat man das Gefühl im Garten zu duschen. Auf der Toilette ist der Gartenblick aber etwas verwirrend, zumindest am Anfang.
Nach dem Auspacken bin ich dann noch etwas durch die Hotelanlage gelaufen.

Auch scheint es den Straßenhunden hier nicht wirklich schlecht zu gehen:

Zumindest könnte ich mir etwas schlimmeres Vorstellen als am Strand zu chillen.
Bis die Tage dann.
